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Gladbach, Wolfsburg, Bremen
Die halbe Bundesliga zittert vor dem Abstieg

In der Bundesliga kämpfen nach 22 Runden acht Teams um den direkten Ligaerhalt. Immer ungemütlicher wird die Lage für Bremen und St. Pauli.
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St. Pauli steht nach dem 0:4 gegen Leverkusen weiter auf einem direkten Abstiegsplatz.
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Lucas WerderReporter Fussball

Der HSV kann durchatmen! Dank einem 3:2-Heimsieg gegen Union Berlin verabschiedet sich der Aufsteiger vorerst aus dem Bundesliga-Abstiegskampf. Für fast die Hälfte der Liga gilt das Gegenteil. Köln (Platz 11) und Bremen (Platz 16) trennen gerade einmal vier Punkte.

Köln – 23 Punkte

Lukas Kwasniok (44) steht in der Domstadt unter scharfer Beobachtung. Nicht aufgrund der sportlichen Resultate, sondern weil der Kölner Trainer Supertalent Said El Mala (19) weiterhin regelmässig auf die Bank setzt. So auch beim 1:3 gegen Stuttgart, das den Kölnern den Rosenmontag ordentlich verdirbt.

Gladbach – 22 Punkte

Sieben Spiele lang hatte Eintracht Frankfurt nicht mehr gewonnen – bis Aufbaugegner Gladbach im Waldstadion gastierte. Die Fohlen warten nun selber seit sechs Partien auf einen Vollerfolg und sind endgültig im unteren Tabellendrittel angekommen. Auch weil die Abwehr um Nati-Verteidiger Nico Elvedi (29) gegen Frankfurt einen ganz schwachen Nachmittag einzieht.

Nico Elvedi und seine Teamkollegen kassieren gegen die Eintracht drei Treffer.
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Augsburg – 22 Punkte

Unter dem neuen Trainer Manuel Baum (46) zeigten die Fuggerstädter zuletzt eine klare Aufwärtstendenz. Am Sonntag winkt die Chance, sich mit einem Sieg gegen den Heidenheim weiter Luft zu verschaffen. Aber Achtung: Einen seiner nur drei Saisonsiege fuhr das Schlusslicht gegen Augsburg ein.

Mainz – 21 Punkte

Nach zuletzt drei Siegen in Folgen hat es Mainz verpasst, sich aus dem Tabellenkeller zu verabschieden. Auswärts in Dortmund kassiert das Team von Urs Fischer (59) am Freitagabend eine diskussionslose 0:4-Packung. Die Zwischenbilanz des Schweizer Trainers kann sich aber trotzdem sehen lassen: Dank 15 Punkten aus den neun Spielen ist das ehemalige Tabellenschlusslicht wieder auf Kurs Richtung Ligaerhalt.

Urs Fischer muss gegen Dortmund einen Dämpfer hinnehmen.
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Wolfsburg – 19 Punkte

Unter der Woche feierten die Wölfe im Testspiel gegen Regionalliga-Klub Meppen einen 2:0-Sieg. Für Trainer Daniel Bauer (43) deshalb bemerkenswert, weil er VfL in dieser Bundesliga-Saison erst ein einziges Mal ohne Gegentor geblieben ist. Winter-Neuzugang Jonas Adjetey (22) kam gegen Meppen in der zweiten Halbzeit zu seinem ersten Einsatz. Am Sonntag gegen Leipzig dürfte der Ex-FCB-Verteidiger aber wieder auf der Bank Platz nehmen. 

Werder Bremen – 19 Punkte

Gegen den Leader aus München bleibt Werder zu Hause wenig überraschend komplett chancenlos. Für Neu-Trainer Daniel Thioune (51) ist das 0:3 die Zu-Null-Pleite im zweiten Spiel. Bremen steht damit weiter bei 22 Saisontoren, nur St. Pauli und Heidenheim sind noch ungefährlicher. Bayerns Superstar Harry Kane steht nach seinem nächsten Doppelpack bei 24 Saisontoren. Werder mit Isaac Schmid (26) und Cameron Puertas (27) wartet inzwischen seit zwölf Partien auf einen Sieg.

Daniel Thioune verliert seine Heim-Premiere als Bremen-Coach.
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St. Pauli – 17 Punkte

«Sie hatten heute nicht die Qualität, uns gefährlich zu werden», hatte Leverkusen-Captain Robert Andrich nach dem 3:0-Sieg im Pokal-Viertelfinal erklärt. Seine Aussage sollte auch auf das zweite Aufeinandertreffen innert elf Tagen zutreffen. Dieses Mal kommen die Hamburger gleich mit 0:4 unter die Räder. Für Pauli ist es eine Woche nach dem 2:1-Coup gegen Stuttgart ein heftiger Rückschlag. Trainer Alexander Blessin (52) sitzt aber vorerst weiter fest im Sattel.

Heidenheim – 13 Punkte

Will das abgeschlagene Schlusslicht den Abstieg tatsächlich noch einmal abwenden, muss am Sonntag auswärts in Augsburg fast zwingend ein Sieg her. Im Vergleich zu der Konkurrenz im Tabellenkeller steht für Heidenheim aber fest: Tritt er nicht von sich aus zurück, wird Kult-Trainer Frank Schmidt (52) den Gang in die zweite Liga mitantreten. Es wäre seine 20. Saison als Coach des Klubs.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
22
63
57
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
22
27
51
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
22
19
45
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
22
12
42
5
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
21
16
39
6
RB Leipzig
RB Leipzig
21
12
39
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
22
-2
31
8
SC Freiburg
SC Freiburg
22
-4
30
9
Hamburger SV
Hamburger SV
21
-7
25
10
Union Berlin
Union Berlin
22
-9
25
11
1. FC Köln
1. FC Köln
22
-6
23
12
FC Augsburg
FC Augsburg
0:0
22
-15
23
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
22
-12
22
14
FSV Mainz
FSV Mainz
22
-12
21
15
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
21
-15
19
16
Werder Bremen
Werder Bremen
22
-20
19
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
22
-19
17
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
0:0
22
-28
14
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