Für 15 statt 24 Millionen
Bayern gibt Shaqiri frei

Die Würfel sind gefallen! Die Bayern haben entschieden, dass Xherdan Shaqiri (23) den Klub verlassen kann.
Publiziert: 18.12.2014 um 00:00 Uhr
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Aktualisiert: 04.10.2018 um 19:04 Uhr
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Neue Kleidung: Alles spricht dafür, dass Shaqiri im Winter die Lederhosen auszieht.
Von Andreas Böni

Der Nati-Spieler wird seine Zelte im Januar abbrechen. BLICK erfuhr: Bayern München hat Xherdan Shaqiri die Freigabe für einen Wechsel erteilt. Und zwar für jene Summe, für die ihn Bayern vor zweieinhalb Jahren vom FCB holte: Bei 15 Millionen Franken liegt die Schmerzgrenze der Münchner, die Shaqiri bis 2016 unter Vertrag haben. Anfänglich ging man von 24 Millionen aus. So viel, wie der FC Liverpool im Sommer für ihn bot. Und das ist in den letzten Monaten passiert:

1. Vor der WM. Der FC Liverpool kontaktiert die Bayern und bietet 24 Millionen Franken für den Zauberzwerg. Die Bayern erlauben Shaqiris Berater, mit Liverpool zu verhandeln. Und sagen dann den Engländern doch ab; auch wegen der Rückenprobleme von Franck Ribéry.

2. Während der WM. Die Bayern beschliessen, Shaq vorerst nicht ziehen zu lassen. Im Gegenteil: Sie machen ein unabhängiges Scouting während der WM. Ein Scout beobachtet Shaqiri, andere mögliche Nachfolger. Zum Beispiel Kolumbiens Juan Cuadrado, der dank einer Ausstiegsklausel Florenz für 40 Millionen Euro verlassen kann. Oder Frankreichs Antoine Griezmann. Das Ergebnis: Mit Shaqiri fährt man besser, vor allem vom Preis-/Leistungsverhältnis.

3. Nach der WM. Nach Shaqiris starken Auftritten gegen Honduras und Argentinien steht deswegen plötzlich eine Vertragsverlängerung bis 2019 im Raum. Shaqiri überlegt sich, den neuen Kontrakt zu unterschreiben.

4. Bundesliga-Start gegen Wolfsburg. Am 22. August, 9 Tage vor Ende der Transferfrist, sitzt Shaqiri trotz einigen Verletzten auf der Bank. Er ist tief getroffen.

5. Drei Tage vor Transferschluss will Atletico Madrid den Mittelfeldspieler verpflichten. Die Bayern winken wieder ab. Danach kommt er nicht mehr oft zum Einsatz. Weil Ribéry gut spielt, die anderen Weltstars Götze, Müller und Robben gross aufdrehen. Und auch, weil er mit Trainer Pep Guardiola nicht mehr so gut klarkommt. «Ich habe unter Heynckes mehr Vertrauen gespürt», sagte Shaqiri. Eine Aussage, die ihm Pep nie verziehen hat. Nun lässt er ihn ziehen.

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