«Es wird noch ein langer, harter Weg»
Widmer steht mit Mainz vor aufregenden Wochen

Silvan Widmer hat aufregende Wochen vor sich. Mit Mainz steht der Captain im WM-Jahr im Abstiegskampf, aber auch in der K.o.-Phase der Conference League. Er spricht über den Mainzer Aufschwung, Urs Fischer und seine Zukunft, läuft der Vertrag doch in diesem Sommer aus.
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die fünfte Jahreszeit ist vorbei. Vor einer Woche ging mit dem Aschermittwoch in der Fasnachtshochburg Mainz das närrische Treiben zu Ende. Einmal mehr säumten bei den Umzügen Zehntausende die Strassen. Auch der FSV Mainz war wie gewohnt mit einem Wagen dabei. Doch die meisten Spieler des Tabellen-13. der Bundesliga verzichteten auf einen Besuch der Fasnacht in der Öffentlichkeit.

Auch Captain Silvan Widmer (32) feierte nur im kleinen, privaten Rahmen, auch wenn er am Freitag im Heimspiel gegen den HSV (1:1) wegen der fünften Gelben Karte gesperrt war. «Trotz der positiven letzten Wochen war es nicht der richtige Moment, um zu feiern.» Ganz anders noch die Situation im letzten Jahr, als die Mainzer zwischenzeitlich auf einem Champions-League-Platz standen. «Was da abgegangen ist, war schon der Wahnsinn», so der Aargauer.

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Silvan Widmer spielt seit 2021 in Mainz und ist Captain.
Foto: imago/Jan Huebner

Diese Saison ist sportlich nach einem miserabeln Saisonstart wesentlich komplizierter, der FSV steckt wie die halbe Liga im Abstiegskampf. Zwar sind die Mainzer nach zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen wieder auf Kurs, für Widmer ist aber erst eine erste Etappe geschafft. «Jeder weiss, dass es noch ein langer und harter Weg wird, bis wir gerettet sind.» Die Erfahrung helfe zwar, sei aber kein Garant, dass man es wieder schaffe. «Man muss kühlen Kopf bewahren, hartnäckig bleiben und resilient sein, dann wird man im Lauf einer Saison dafür belohnt», so der Captain.

«Jeder weiss, woran er ist»

Verantwortlich für den sportlichen Turnaround ist Urs Fischer. Am 7. Dezember übernahm der Zürcher vom zuletzt glücklosen Bo Henriksen, seither holte Mainz in zehn Spielen 16 Punkte und war das siebtbeste Team der Liga. «Er hat uns taktisch weitergebracht. Jeder Spieler kennt seine Aufgabe und wir wissen in jeder Phase des Spiels, was wir vorhaben», so Widmer. Das Selbstvertrauen sei zurück. Und auch menschlich passe es zwischen Team und Trainer. «Urs ist sehr direkt und ehrlich. Bei ihm weiss man, woran man ist.»

Widmer hat in seinen bald fünf Jahren in Mainz viel erlebt. Auch er selbst musste zwischenzeitlich hinten anstehen, verlor er doch unter Henriksen seinen Stammplatz. Inzwischen hat sich Widmer ins Team zurückerkämpft. «Klar war die letzte Saison für mich persönlich enttäuschend. Aber ich bin keine Person, die Frust in sich trägt. Ich musste mich nie aufraffen, war immer gerne Teil der Mannschaft und dadurch auch ein Vorbild für andere, die eine schwierige Phase durchgemacht haben.»

Offene Zukunft

Der Captain geniesst in Mainz ein hohes Standing. Ob sein Engagement allerdings auch über den Sommer hinaus verlängert wird, ist noch offen. Widmers Vertrag läuft aus. Noch haben keine Gespräche stattgefunden. Ein Verbleib in Mainz oder doch ein neues Abenteuer? Eine neue Liga? Ein neues Land? Widmer ist für vieles offen, auch eine Rückkehr in die Schweiz schliesst er nicht aus. «Sportlich will ich von Klub und Trainer die Wertschätzung spüren. Und privat, dass sich die Familie wohlfühlt.»

Die Klärung der sportlichen Zukunft geniesst für ihn derzeit allerdings keine hohe Priorität, denn der sportliche Alltag bietet genügend Herausforderungen, schliesslich steht Mainz auch noch in den Achtelfinals der Conference League. «Eine coole Herausforderung», nennt es Widmer. «Wir können was Grosses erreichen.» Ein Pokal fehlt dem FSV in seiner 120-jährigen Klubgeschichte noch; und auf dem Papier gehört Mainz zu den Titelkandidaten. «Als Captain träumt man davon, einen Pokal hochzustemmen», so Widmer.

Und mit der WM im Sommer hält das Fussballjahr ein weiteres Highlight bereit. Für den 56-fachen Internationalen und viele seiner jahrelangen Teamkollegen ist es womöglich das letzte Turnier auf der Weltbühne. «Ich denke in der Freizeit oft daran», gesteht Widmer. Auch in Nordamerika will er Historisches schaffen. Seit 1954 und der Heim-WM wartet die Nati auf einen Viertelfinaleinzug. Abstiegskampf, Conference League, WM: Silvan Widmer stehen aufregende Wochen bevor.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
23
64
60
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
23
27
52
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
23
19
46
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
23
12
43
5
RB Leipzig
RB Leipzig
23
12
41
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
22
15
39
7
SC Freiburg
SC Freiburg
23
-3
33
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
23
-3
31
9
Union Berlin
Union Berlin
23
-8
28
10
FC Augsburg
FC Augsburg
23
-13
28
11
Hamburger SV
Hamburger SV
22
-7
26
12
1. FC Köln
1. FC Köln
23
-6
24
13
FSV Mainz
FSV Mainz
23
-12
22
14
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
23
-13
22
15
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
23
-16
20
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
23
-18
20
17
Werder Bremen
Werder Bremen
23
-21
19
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
23
-29
14
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
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