Dortmunder Frust-Schreie durch die Wand zu hören
BVB-Trio stürmt Schiri-Garderobe

1:1 in Bochum. Nur 1:1. Statt im Meisterrennen vorzulegen, gibt Dortmund mit diesem Unentschieden all seine Trümpfe wieder aus der Hand. Der Ärger ist gross – vor allem auf den Schiri.
Kommentieren
1/7
Frust und Ärger beim BVB nach dem 1:1 in Bochum.
Foto: imago/Kirchner-Media

Auf vier Punkte hätte der BVB am Freitagabend an der Spitze der Bundesliga davonziehen können. Nach dem 1:1 in Bochum ist klar: Bayern München hat den Bundesliga-Titel wieder in eigener Hand. In Dortmund zehrt das Auf und Ab im Meisterrennen scheinbar an den Nerven.

Gemäss der «Bild» kommt es nach dem Spiel in Bochum zur Eskalation. Die Borussen fühlen sich in drei spielentscheidenden Szenen, beim frühen Gegentor und zwei strittigen Penalty-Entscheiden, benachteiligt. Sportchef Sebastian Kehl, Trainer Edin Terzic und Captain Marco Reus sind so erzürnt, dass sie nach Schlusspfiff die Garderobe von Schiedsrichter Sascha Stegemann stürmen. Anschliessend hörte man sogar durch die Wände, wie das Trio sich den Frust von der Seele schrie.

Wütender Trainer und Sportchef, Selbstkritik bei Brandt

Den Ärger verstecken; das versuchte beim BVB niemand. Der ansonsten für seine ruhige Art bekannte Sebastian Kehl wirft dem Schiedsrichter vor, das Spiel entschieden zu haben. Kehl regt sich in der «Bild» besonders über die Elfmeterszene in der 65. Minute auf. Er könne nicht verstehen, dass sich der Schiedsrichter eine solche Szene im Meisterrennen nicht nochmals selbst anschaue. «Das halte ich für absolut fahrlässig, für feige und für komplett falsch. Wir sind unheimlich erbost und haben unseren Unmut klar zu verstehen gegeben.»

Edin Terzic, der sich nach Schlusspfiff bei Sky für seinen Wutausbruch entschuldigte, erklärt seine Emotionen damit, wie «einmalig» diese Chance für ihn und den Klub sein könne. «Und dann gibt es solche Entscheidungen, wo so viel auf dem Spiel steht. Das Einzige, worum ich gebeten habe, war, schau es dir an! Das hat er nicht getan.»

Mit Julian Brandt zeigt sich ein Dortmunder nach dem 1:1 in Bochum aber auch selbstkritisch. Er ärgere sich zwar auch über den Schiedsrichter. Aber: «Man ärgert sich ein bisschen mehr über das, was man selbst beeinflussen kann und das waren am Ende die Chancen, besonders in der ersten Halbzeit. Klar gibt es ein paar strittige Szenen, das macht es am Ende nicht besser, aber ich persönlich ärgere mich am meisten über das, was wir selbst am ehesten beeinflussen können.»

Was der BVB nicht mehr selbst beeinflussen kann: Ob er Ende Saison mit der Meisterschale dasteht. Gewinnen die Bayern ihre fünf ausstehenden Spiele, werden sie die elfte Bundesliga-Meisterschaft in Folge einfahren. (dti)

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
32
81
83
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
32
33
67
3
RB Leipzig
RB Leipzig
32
21
62
4
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
32
23
58
5
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
32
20
58
6
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
32
16
58
7
SC Freiburg
SC Freiburg
32
-8
44
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
32
-3
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
32
-14
40
10
FSV Mainz
FSV Mainz
32
-9
37
11
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
32
-13
35
12
Hamburger SV
Hamburger SV
32
-15
34
13
Union Berlin
Union Berlin
32
-20
33
14
1. FC Köln
1. FC Köln
32
-8
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
32
-20
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
32
-25
26
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
32
-28
26
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
32
-31
23
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Meistgelesen