Das Spiel in Frankfurt ist das neunte in der Fremde für den BVB und zum sechsten Mal gibts eine Niederlage (0:2). Eine, die die Dortmunder noch tiefer in die Krise stürzt – und die Diskussionen um Trainer Nuri Sahin nicht abflachen lässt.
Hugo Ekitiké bringt die Gastgeber in der 18. Minute in Führung, als er einen Pass von Kristensen souverän ins lange Eck verwertet. Frankfurt agiert von Beginn an druckvoll und kann die Gäste in die Defensive drängen. Dortmund hat zwar seine Momente, wie den Pfostenschuss von Serhou Guirassy, aber insgesamt fehlt es ihnen – einmal mehr – an Durchschlagskraft.
In der zweiten Halbzeit erhöht Dortmund den Druck und versucht verzweifelt, den Ausgleich zu erzielen – doch die Frankfurter Abwehr steht sicher. In der Nachspielzeit setzt Oscar Hojlund den Schlusspunkt und entscheidet das Spiel endgültig zugunsten der Eintracht. Diese klettert dank dieser drei Punkte in der Bundesliga-Tabelle weiter nach oben.
«Wir sind kein Top-Team»
Die über weite Strecken etwas ideenlos agierende Dortmunder verlieren ihrerseits zum dritten Mal in Folge und drohen, in der Tabelle auf Rang 11 zu fallen, sollte Gladbach in Leverkusen gewinnen. DAZN-Experte Sebastian Kneissl sagt, dass der BVB in der zweiten Halbzeit zwar eine Reaktion gezeigt habe, «allerdings die eines Mittelfeld-Teams». Captain Can fällt bei DAZN das klare Urteil: «Wir sind keine Top-Mannschaft.»
Die Lage bei Schwarz-Gelb ist und bleibt ungemütlich. Ob die Rückendeckung, die Sahin nach der Pleite in Kiel bekam, weiterhin gilt? Ja, wie Sportdirektor Sebastian Kehl sagt: «Wir haben Fragen zu beantworten, aber einige haben wir auch schon beantwortet. Wir werden in dieser Konstellation weitermachen, Nuri hat das volle Vertrauen.» Natürlich sei es «sehr enttäuschend», dass man wieder mit leeren Hände dasteht. «Wir müssen gemeinsam da rausfinden», so Kehl.
Das sieht auch Sahin so. «Du kannst dich deinem Schicksal geschlagen geben und in Selbstzweifel verfallen, oder du nimmst die Situation an. Die Situation ist schlecht, katastrophal und wird dem Verein nicht gerecht – aber wir werden weiter kämpfen.» Man müsse die kleinen Erfolgserlebnisse annehmen. So empfindet der BVB-Coach beispielsweise die zweite Halbzeit als «ziemlich gut», sagt aber auch: «Momentan ist es zu einfach, Tore gegen uns zu schiessen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 25 | 68 | 66 | |
2 | Borussia Dortmund | 24 | 26 | 52 | |
3 | TSG Hoffenheim | 24 | 18 | 46 | |
4 | VfB Stuttgart | 24 | 16 | 46 | |
5 | RB Leipzig | 24 | 13 | 44 | |
6 | Bayer Leverkusen | 24 | 16 | 43 | |
7 | Eintracht Frankfurt | 24 | -1 | 34 | |
8 | SC Freiburg | 24 | -5 | 33 | |
9 | FC Augsburg | 24 | -11 | 31 | |
10 | Union Berlin | 24 | -9 | 28 | |
11 | Hamburger SV | 24 | -9 | 26 | |
12 | Borussia Mönchengladbach | 25 | -15 | 25 | |
13 | 1. FC Köln | 24 | -8 | 24 | |
14 | FSV Mainz | 24 | -12 | 23 | |
15 | FC St. Pauli | 24 | -17 | 23 | |
16 | Werder Bremen | 24 | -19 | 22 | |
17 | VfL Wolfsburg | 24 | -20 | 20 | |
18 | 1. FC Heidenheim 1846 | 24 | -31 | 14 |



