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Gueye 94'
Eklat im Final: Senegal-Trainer holt Spieler vom Feld
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Nach strittigem Elfer-Pfiff:Eklat im Final: Senegal-Trainer holt Spieler vom Feld

Chaotischer Afrika-Cup-Final
Erst Senegal-Boykott, dann Senegal-Party

Dieser Final wird noch lange zu reden geben. Die Senegalesen verlassen das Spielfeld, weil sie mit den Schiris nicht zufrieden sind. Nach rund 15 Minuten Boykott kommen sie zurück – und holen in der Verlängerung den Titel.
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Der Senegal gewinnt einen chaotischen Afrika-Cup-Final.
Foto: AFP
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Nach 2022 krönt sich Senegal zum zweiten Mal in der Geschichte zum Afrika-Cup-Sieger. Marokko verpasst damit den Turniersieg im eigenen Land. Die Entscheidung fällt erst in der Verlängerung. Pape Gueye (26) von Villarreal avanciert zum Matchwinner.

Es ist eine von vielen Geschichten, die dieser denkwürdige Final schreibt. Zeitweise versinkt dieses Spiel im totalen Chaos. Der Grund? Die absurden Schlussminuten in der regulären Spielzeit. Referee Jean-Jacques Ndala Ngambo gibt tief in der Nachspielzeit nach einem VAR-Check einen grosszügigen Penalty für Marokko – nach einem Kontakt zwischen Senegals Malick Diouf und Marokkos Brahim Diaz.

Senegalesen drehen durch

Zum peinlichen und eklatanten Fehlschuss von Diaz kommt es aber erst rund zwanzig Minuten später. Dazwischen versteht der neutrale Beobachter die Welt nicht mehr. Weil vor dem Penaltypfiff ein Treffer Senegals völlig zu Unrecht annulliert wurde, drehen die Senegalesen komplett durch. Trainer Pape Thiaw (44) weist seine Mannschaft an, den Platz zu verlassen. Seine Spieler machen beim Boykott mit und gehen aus Protest gegen die Schiedsrichterentscheidungen in die Kabine – bis auf Captain Sadio Mané.

Als einziger bleibt der Ex-Liverpool-Star auf dem Platz. Nach etlichen Diskussionen schafft er es, seine Mannschaft vom Weiterspielen zu überzeugen. Es ist das grosse Glück für Senegal. Denn kurz darauf scheitert Diaz’ Panenka-Versuch und in der anschliessenden Verlängerung lässt Gueye sein Land vor Freude ausflippen. Ganz anders die Marokkaner. Sie verpassen es – fünfzig Jahre nach dem ersten Mal – wieder einmal den Afrika-Cup zu gewinnen. Sie scheitern auf höchst dramatische Art und Weise.

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