So erlebten Muheim und Hefti das Aufstiegsspiel
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«Nichts Besseres»:So erlebten Muheim und Hefti das Aufstiegsspiel

Vom Fan zum Hamburger Erfolgstrainer mit 34 Jahren
Das Märchen von HSV-Coach Merlin Polzin

Der 34-jährige Merlin Polzin führt den HSV als Cheftrainer zurück in die Bundesliga. Der gebürtige Hamburger, einst Fan auf den Rängen, verwirklicht seinen Traum und überzeugt mit seiner menschlichen Art.
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Hat den HSV zurück in die Bundesliga geführt: Merlin Polzin.
Foto: TOTO MARTI

Es ist der Stoff, aus dem Hollywood-Filme gemacht werden: Der gebürtige Hamburger Merlin Polzin führt im Alter von 34 Jahren seinen Herzensklub bei seiner ersten Station als Cheftrainer zurück in die Bundesliga. Früher als Fan auf den Rängen, jetzt als Chef neben dem Platz: «Zwei Jungs aus Hamburg konnten ihren Traum verwirklichen», erklärt ein von Bierduschen durchnässter Polzin nach der 6:1-Aufstiegsgala. Er und sein Co-Trainer Loïc Favé sind im Stadtteil Bramfeld aufgewachsen. Polzin musste seine Fussballkarriere aufgrund einer Arthrose im Alter von 21 Jahren beenden. Anschliessend arbeitete er in der Jugend des HSV, wurde Co-Trainer in der U17 des VfL Osnabrück, wo er sich bis zum Assistenten der ersten Mannschaft hocharbeitete. 2020 folgte die Rückkehr als Co-Trainer in seine Heimat – zum HSV.

Während prominente Trainernamen wie Hannes Wolf, Dieter Hecking, Daniel Thioune, Tim Walter oder zuletzt Steffen Baumgart als Cheftrainer kamen und gingen, blieb Polzin dem Trainerteam stets erhalten. Und als Baumgart im vergangenen November den Posten räumen musste, wurde das Hamburger Kind Polzin zum Chef befördert. Er überzeugt nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch Spieler und Fans. Die Balance zwischen Kumpel und Autoritätsperson meistert Polzin aussergewöhnlich gut. Der Trainer, der gerne mit schwarzem Hoodie an der Seitenlinie steht, sieht seinen Job als höchstmögliches Privileg: «Wir dürfen den Klub trainieren, der mit unserem Herz verbunden ist. Dadurch haben wir uns aber auch einen gewaltigen Druck gemacht, jeden Tag alles zu geben für diesen Aufstieg», sagt Polzin nach der gelungenen Mission – die auch dafür sorgt, dass sich sein Vertrag als HSV-Trainer automatisch verlängert.

Kurzer WC-Besuch vor historischem Schlusspfiff

Den historischen Schlusspfiff hätte der 34-Jährige dennoch beinahe verpasst. Kurz vor Schluss verliess Polzin die Trainerbank. «Ich musste kurz auf Toilette – der Spielstand hat es erlaubt, dass ich diesen Moment noch nutzen konnte.» Eine erfrischend ehrliche Antwort. Dass Polzin anders tickt als viele seiner Kollegen im Geschäft, unterstreicht HSV-Pressechef Philipp Langer zum Ende der Aufstiegs-Medienkonferenz im Volksparkstadion mit einer emotionalen Rede zur späten Stunde: «Merlin, du hast sportlich Grosses geleistet, aber du hast noch viel mehr mit deiner menschlichen Komponente überzeugt.» Er habe nicht nur von Zusammenhalt gesprochen, sondern diese Werte auch vorgelebt. «Du bist dabei immer bodenständig geblieben, niemanden im Verein vergessen – das ist wahnsinnig beeindruckend», so der HSV-Pressechef.

Polzins Weg beim HSV ist aber noch längst nicht zu Ende. Nach dem Aufstieg mit seinem Herzensklub darf der 34-Jährige ab kommender Saison nun auch seinen Verein auf der höchstmöglichen Fussballbühne Deutschlands anführen. Wohin dieses Hollywood-Märchen wohl noch führen wird?

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2. Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schalke 04
Schalke 04
29
16
58
2
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
29
17
57
3
Hannover 96
Hannover 96
29
14
53
4
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
29
17
52
5
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
29
16
50
6
Hertha BSC
Hertha BSC
29
9
47
7
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
29
8
46
8
Karlsruher SC
Karlsruher SC
29
-6
40
9
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
29
-2
37
10
VfL Bochum
VfL Bochum
29
2
36
11
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
29
0
32
12
Holstein Kiel
Holstein Kiel
29
-7
32
13
Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
29
-2
31
14
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
29
-18
31
15
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
29
-9
30
16
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
29
-18
30
17
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
29
-21
30
18
SC Preußen 06 Münster
SC Preußen 06 Münster
29
-16
28
Aufstieg
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