Vermummter zieht einfach den Stecker
Ultras sabotieren VAR-Bildschirm im Stadion

VAR-Chaos in Münster: Ein Bildausfall beim TV-Bildschirm für den Schiedsrichter sorgt für Aufregung. Ultras bekennen sich mit einem Spruchband zur Sabotage.
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Schiedsrichter Felix Bickel schreitet zum VAR um ein Foul im Strafraum von Münster zu überprüfen. Im Hintergrund sieht man wie zwei Vermummte über die Absperrung springen.
Foto: imago/RHR-Foto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ultras von Preussen Münster legen VAR-Bildschirm während Spiel gegen Hertha lahm
  • Schiedsrichter gibt trotz Bildausfall Elfmeter zugunsten von Hertha BSC
  • Hertha gewinnt 2:1 durch Siegtreffer in der Nachspielzeit von Marten Winkler
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Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktion Sport

Wilde Szenen am Sonntagnachmittag bei der 2.-Bundesliga-Partie zwischen Preussen Münster und Hertha BSC. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wird der Unparteiische Felix Bickel von der VAR-Schiedsrichterin Katrin Rafalski zum Bildschirm gebeten, um einen möglichen Penalty für die Berliner zu überprüfen. Der Schiri schreitet zum Bildschirm und sieht dort – nichts! Denn der Bildschirm hat einen Bildausfall und bleibt schwarz.

Es ist aber keine technische Panne, die dem Schiri den Durchblick verwehrt. Denn wie wenig später klar wird, stecken die Ultras von Münster dahinter.

Im Sektor der Heimfans rollt der Preussen-Anhang nämlich kurz darauf ein Spruchband aus mit der Aufschrift: «Dem VAR den Stecker ziehen.» Und tatsächlich: Wie Fotos zeigen, haben sich zwei Vermummte wohl unmittelbar vor dem VAR-Einsatz am an der Seitenlinie aufgebauten Bildschirm zu schaffen gemacht, ehe sie wieder zurück in den Fanblock kletterten. Ob sie auch wirklich am Bildausfall schuld sind, ist bislang noch nicht geklärt.

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Elfmeter wird trotzdem gegeben

Wirklich was gebracht hat die Aktion aber trotzdem nicht. Obwohl die Stromversorgung nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden konnte, entscheidet Bickel auf Strafstoss für die Hertha. «Wir haben ein mögliches Foulspiel im Strafraum überprüft. Meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass der 24er von Münster Cuisance klar am Schienbein trifft. Deswegen lautet meine finale Entscheidung: Strafstoss», erklärt der Schiedsrichter in seiner Stadiondurchsage.

Hertha-Captain Fabian Reese übernimmt danach die Verantwortung und trifft abgeklärt zur 1:0-Führung. Nach dem Seitenwechsel können die Münsteraner sofort reagieren und gleichen nur eine Minute nach der Pause das Spiel durch Jannis Heuer wieder aus. Aus der Punkteteilung wird aber am Schluss doch nichts, weil Herthas Marten Winkler in der dritten Minute der Nachspielzeit den viel umjubelten Siegtreffer für die Berliner schiesst.

2. Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schalke 04
Schalke 04
30
19
61
2
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
30
17
58
3
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
30
20
55
4
Hannover 96
Hannover 96
30
14
54
5
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
30
15
50
6
Hertha BSC
Hertha BSC
30
9
48
7
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
31
3
46
8
Karlsruher SC
Karlsruher SC
30
-9
40
9
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
30
-2
38
10
VfL Bochum
VfL Bochum
30
0
36
11
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
31
0
35
12
Holstein Kiel
Holstein Kiel
30
-4
35
13
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
31
-16
34
14
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
31
-18
34
15
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
30
-7
33
16
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
30
-20
33
17
Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
30
-2
32
18
SC Preußen 06 Münster
SC Preußen 06 Münster
30
-19
28
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
Abstieg
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