Oranje-Legende ist Wunschkandidat
Schweizer beim HSV hoch gehandelt – aber nicht zuoberst

Nach dem Rausschmiss von Steffen Baumgart sucht Bundesliga-Riese Hamburger SV wieder mal einen neuen Coach. Mit im Rennen sind drei Schweizer: Urs Fischer, Raphael Wicky und Patrick Rahmen. Wunschkandidat ist aber Ruud van Nistelrooy. Doch der will nicht.
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Urs Fischer spielte als Union-Trainer vor dem Aufstieg noch gegen den Hamburger SV.
Foto: freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • HSV entlässt Trainer Baumgart mit vier Punkten Rückstand auf Platz 1
  • Drei Schweizer sollen auf der Kandidatenliste der Hamburger sein
  • Weil Wunschkandidat Van Nistelrooy nicht will, könnte Bruno Labbadia erben

13 Spiele, 20 Punkte und Platz 8. Rückstand auf Platz eins: vier Pünktchen. Diese Bilanz reichte für Kulttrainer Steffen Baumgart nicht, um ein Unentschieden gegen das abstiegsgefährdete Schalke 04 zu überleben. Der Mann mit der Schiebermütze konnte den HSV-Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz in einem Krisengespräch am Sonntag mit seinem Wende-Plan nicht überzeugen. Kuntz hielt den Daumen runter. Und weg war Baumgart.

Der HSV ist zum notorischen Nichtaufsteiger geworden

Spannend ist die Ausgangslage allemal, um einen der grössten Klubs Deutschlands zurück in die Bundesliga zu führen. Einziges Problem: In den letzten sechs Jahren sind die Hanseaten immer wieder knapp und teils dramatisch am Wiederaufstieg gescheitert. Mehr als ein Jahr war seit 2018 einzig Tim Walter (965 Tage) im Amt, der die Nicht-Aufstiege 2022 und 2023 überlebt hatte. Im Februar aber durch Baumgart ersetzt worden war.

Van Nistelrooy und Fischer wollen nicht

Kuntz hat einen klaren Wunschkandidaten, das melden deutsche Medien übereinstimmend. Und das deckt sich mit den Blick-Recherchen: Holland-Legende und Ex-HSV-Spieler Ruud van Nistelrooy, der zuletzt Interimstrainer von Manchester United war. Nur scheint der laut «Ran» keinen Bock auf die Hansestadt zu haben. Wie übrigens auch Urs Fischer, der nicht nochmals einen Zweitligisten aufpäppeln will, so wie er das mit Union Berlin getan hatte. 

Dabei könnte sich der deutsche Überexperte Lothar Matthäus den Zürcher sehr gut vorstellen, wie er auf in der Talkshow «Sky90» verrät: «Er ist jemand, der einen Laden beruhigen kann. Er hat Souveränität, eine Art, die bei den Menschen, bei den Spielern gut ankommt.» Alles schön und gut. Nur: Fischer wird nicht HSV-Trainer werden.

Wicky und Rahmen auf der Liste

Gehandelt werden aber zwei weitere Schweizer: Raphael Wicky, auch ein Ex-HSVler (2002 bis 2007), der seit seiner Entlassung bei YB Anfang Jahr vereinslos ist. Laut Sky soll der Oberwalliser zu den Topkandidaten gehören. Und Patrick Rahmen, der bei YB ein äusserst unglückliches Neun-Spiele-Engagement zu Saisonbeginn hatte und von 2011 bis 2015 als Co-Trainer von Thorsten Fink und Joe Zinnbauer beim HSV amtete. Rahmen führte Gespräche mit den HSV-Bossen. Priorität haben aber andere.

Erbt nun Kuntz-Kumpel Labbadia?

Doch wer? Van Nistelrooy und Fischer haben wie gesagt keinen Bock. Wie auch der ebenfalls gehandelte Nico Kovac. Weshalb Bruno Labbadia zum Handkuss kommen könnte. Der ehemalige zweifache HSV-Coach ist ein enger Freund von Kuntz. Laut «Kicker» treffen sich die beiden regelmässig in Hamburg. Freundschaftsdienst Aufstieg? Warum nicht? Ganz ausgeschlossen ist aber auch eine Weiterbeschäftigung des Interim-Duos Merkin Polzin und Loïc Favé nicht. Die beiden sollen einen sehr guten Job machen – und im Team sehr beliebt sein.

2. Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schalke 04
Schalke 04
33
18
67
2
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
33
22
59
3
Hannover 96
Hannover 96
33
16
59
4
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
33
12
59
5
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
33
14
52
6
Hertha BSC
Hertha BSC
33
8
51
7
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
33
4
49
8
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
33
2
45
9
Karlsruher SC
Karlsruher SC
33
-10
44
10
VfL Bochum
VfL Bochum
33
1
41
11
Holstein Kiel
Holstein Kiel
33
-3
41
12
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
33
-5
39
13
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
33
0
38
14
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
33
-17
37
15
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
33
-17
37
16
Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
33
-3
36
17
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
33
-22
34
18
SC Preußen 06 Münster
SC Preußen 06 Münster
33
-20
30
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
Abstieg
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