«Meine Rolle wird sich hier natürlich verändern»
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Bachmann unterschreibt bei YB:«Meine Rolle wird sich hier natürlich verändern»

Transfer-Hammer in Bern
YB-Frauen holen Nati-Star zurück in die Schweiz

Ein grosser Name des Schweizer Frauen-Fussballs kehrt in die Heimat zurück. Ramona Bachmann unterschreibt bei YB einen Vertrag bis 2028.
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Nach fast zwanzig Jahren im Ausland kehrt Ramona Bachmmann zurück in die Schweiz.
Foto: Toto Marti

Am frühen Mittwochabend deutet YB eine Neuverpflichtung auf Instagram mit einem kurzen Video an. Wenige Stunden später ist klar: Ramona Bachmann ist zurück in der Schweiz. Der Nati-Star wechselt per sofort zu den Schweizer Meisterinnen aus Bern und unterzeichnet bei YB einen Vertrag bis 2028. «Ich freue mich bei einem so ambitionierten Klub zu unterschreiben», sagt Bachmann nach der Bekanntgabe. Trainerin Imke Wübbenhorst zeigt sich ebenfalls erfreut über den Neuzugang. «Sie gibt uns in der Offensive Variabilität, die uns durch die Abgänge im Sommer gefehlt haben», sagt die Deutsche.

«Mit ihrer internationalen Erfahrung kann sie den jungen Spielerinnen helfen und zeigen, worauf man achten muss», freut sich Wübbenhorst. Darauf freut sich auch Bachmann: «Meine Rolle wird sich definitiv verändern. Ich nehme mir fest vor, mit meiner Erfahrung dem Team helfen zu können.».

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Zuletzt stand die Stürmerin beim amerikanischen Team Houston Dash unter Vertrag, doch bereits im vergangenen September löste sie das Arbeitspapier auf. Dies kam, nachdem sich die gebürtige Luzernerin kurz vor der Heim-EM im vergangenen Sommer das Kreuzband riss. Seither absolvierte Bachmann kein Pflichtspiel mehr. Bei YB will sie im Herbst ihrer Karriere nochmals angreifen.

Um dafür fit zu werden, soll Bachmann bei YB genügend Zeit für den Aufbau bekommen. Die Berner rechnen bei optimalem Heilungsverlauf mit einem Comeback in diesem Frühjahr. Auch zu ihrer Gesundheit gibt Bachmann ein Update. «Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Verlauf der Reha. Ich freue mich sehr, wenn ich in ein paar Monaten wieder auf dem Platz stehen kann.»

Internationale Karriere hinter sich

Nach fast zwanzig Jahren im Ausland mit Stationen in Schweden, den USA, Deutschland, England und Frankreich kehrt die 35-Jährige in die Heimat zurück. Die 153-fache Nati-Spielerin wurde beim FC Luzern ausgebildet, wechselte 2007 zum schwedischen Klub Umea. Nach einem Engagement beim schwedischen Rekordmeister Rosengard wechselte sie 2015 zum deutschen Top-Klub Wolfsburg.

Mit dem Double, bestehend aus Meisterschaft und DFB-Pokal, im Gepäck wagte Bachmann den Sprung auf die Insel zu Chelsea. Mit den Blues gewann sie drei englische Meistertitel und einmal den Cup. Dreieinhalb Jahre später folgte dann der Transfer zu PSG. In der französischen Hauptstadt lernte sie ihre heutige Ehefrau Charlotte Baret kennen.

Kreuzbandriss soll nicht das Ende sein

Die beiden sind seit Mai 2025 Eltern eines Sohnes. Mittlerweile wohnen die beiden in Luzern. In ihrer Heimat erholt sie sich von ihrer Verletzung, neben dem Knie hatte Bachmann auch mit psychischen Problemen zu kämpfen, wie sie im Blick-Interview im vergangenen Oktober thematisierte. Trotz der körperlichen und mentalen Problemen, war aufgeben nie ein Thema. Auch mit der Nati hat Bachmann noch nicht abgeschlossen.

«Ich will nicht so, mit einem Kreuzbandriss, aufhören. Ein Spiel werde ich sicher noch machen, es wäre aber schön, wenn es mehrere wären», gab sie sich im Oktober kämpferisch. Mit der nötigen Spielpraxis bei YB kann ein Comeback unter dem neuen Nati-Coach Rafel Navarro durchaus Realität werden.

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