«Wir haben Winti Gelb-Schwarz gemacht»
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Ess trotz Niederlage stolz:«Wir haben Winti Gelb-Schwarz gemacht»

«Man ist den Tränen nahe»
Bei YB-Trainerin Wübbenhorst macht sich die Leere breit

Servette jubelt über den dritten Cup-Sieg der Frauen in der Klubgeschichte. Die Freude über den Triumph bei den Genferinnen ist riesig. Bei YB auf der anderen Seite macht sich die Ernüchterung breit.
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YB-Trainerin Imke Wübbenhorst verliert zum zweiten Mal einen Cupfinal.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Servette gewinnt den Schweizer Frauen-Cup 2026 gegen YB in Winterthur
  • Riesige Enttäuschung bei den Bernerinnen und Trainerin Imke Wübbenhorst
  • 7578 Fans verfolgen das Finale auf der Schützenwiese in Winterthur
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Andri BäggliRedaktion Sport

Auf der Winterthurer Schützenwiese liegen Freud und Leid bei der 50. Ausgabe des Schweizer Frauen-Cups nahe beieinander. Servette bezwingt YB in einer engen Partie und jubelt über den dritten Cupsieg in der Klub-Geschichte. Das einzige Tor der Partie fällt nach der Pause, Paula Serrano trifft in der 50. Minute nach einem Freistoss.

Die Torschützin hat dabei aber Glück. Zum einen vergisst YB-Verteidigerin Emilie Bernhardt ihre Gegenspielerin im Rücken, zum anderen verpasst Serrano den Ball mit dem Kopf und so findet die von ihrer Schulter aus den Weg in die Maschen. Es ist ein etwas glücklicher Sieg für die Grenats. YB hatte mehr vom Spiel, schafft es aber nicht, den Ball im Tor unterzubringen. In der Schlussphase haben die Bernerinnen auch noch Pech. Lisa Josten versucht es frech mit einem direkten Eckball aufs Tor, der Ball klatscht aber nur an die Latte. 

Glückliche Genferinnen

Torschützin Serrano ist das egal und nach dem Spiel überglücklich. «Für mich ist es sehr speziell ein Tor für Servette zu schiessen. Und dann noch in einem Final. Ich bin sehr glücklich, dass ich dem Team helfen konnte», so die Spanierin.

Den Genferinnen steht jetzt eine lange Partynacht bevor. Innenverteidigerin Amina Muratovic verrät: «Wir werden im Bus feiern und dann machen wir alle zusammen Party!»

«Wir werden im Bus feiern und dann machen wir Party»
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Enttäuschung pur bei YB

So gar nicht in Partystimmung ist YB-Trainerin Imke Wübbenhorst (37). Bereits zum zweiten Mal verliert die Deutsche einen Cupfinal. «Man ist den Tränen nahe. Du stehst beim Abpfiff da, und es reisst dir kurz den Boden unter den Füssen weg», versucht Wübbenhorst ihre Gefühle einzuordnen.

Nach dem Cupfinal 2024 wütete sie noch gegen Servette, gab später zu, eine schlechte Verliererin gewesen zu sein. Nach der erneuten Niederlage kommt es aber zu keinem weiteren Ausbruch: «Beim letzten Mal war ich schwanger, das wusste ich da noch nicht. Da war ich noch ein bisschen emotionaler, da meine Hormone verrückt gespielt haben. Jetzt bin ich ein bisschen gefasster, aber auch leerer.»

Dank an Fans

Einen Vorwurf macht sie ihrem Team nicht. «Servette hat eine aussergewöhnliche Saison und es macht Top-Klubs einfach aus, dass sie aus dem absoluten Nichts ein Tor machen, hinten zumachen und das Spiel 1:0 gewinnen», gratuliert Wübbenhorst den Gegnerinnen.

Einen speziellen Dank richtet Wübbenhorst an die zahlreich mitgereisten YB-Fans. Die Schützenwiese ist fest in gelb-schwarzer Hand. Auch dank eines Extrazugs sind insgesamt 7578 Fans vor Ort. «Wie die Fans uns heute unterstützt haben, ist einzigartig im Schweizer Frauenfussball. Das ist einfach wunderschön. Ich hätte ihnen sehr gerne den Pokal präsentiert und dann wäre hier noch eine bessere Stimmung gewesen.»

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