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Das meint BLICK zum YB-Trainer
Für Seoane hat das Europa-Aus keine Konsequenzen

Das Ausscheiden der Young Boys aus der Europa League ist eine Entttäuschung, mehr nicht, findet Fussball-Reporter Alain Kunz.
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Fussball-Reporter Alain Kunz.
Alain Kunz

Aus, vorbei. YB spielt im neuen Jahr nicht europäisch. Gescheitert an einem mittelmässigen Gegner, den alles andere als unwiderstehlichen Glasgow Rangers.

Was bedeutet dieses Scheitern, während Dauerrivale Basel seine Gruppe souverän gewonnen hat? Sportchef Christoph Spycher hatte es klar eingeordnet. Es wäre eine Enttäuschung. Aber man würde die Jungs dennoch nicht in ein Straflager stecken.

Eine kleine Anspielung auf die Idee der Kasernierung des Teams von Napoli durch Präsident Aurelio De Laurentiis vor einem Monat, die in einer offenen Meuterei endete. Und Trainer Carlo Ancelotti doch nicht vor der Entlassung bewahrte, die ihm De Laurentiis nach der 4:0-Gala in der Champions League gegen Genk eröffnete.

YB ist weit weg von solchen chaotischen Zuständen. Konsequenzen hat das europäische Scheitern keine. Zu gut ist die Arbeit von Trainer Gerry Seoane.

Und doch: Es sind die ersten Rückschläge für den Mann, der letzte Saison einzig bei der 0:4-Cupklatsche in Luzern so richtig untendurch musste.

Ein 0:3 gegen Servette. Ein 0:3 bei Basel. Das Verpassen der Champions League gegen dasjenige Team, das sich danach als das wohl schwächste von allen 32 herausstellte. Und nun das Aus in der Gruppenphase der Europa League.

Zugegeben: Die Gruppe war stark. Überdurchschnittlich stark sogar. Selbst die Enttäuschung muss sich deshalb im Rahmen halten. Sie ist nur deshalb so gross, weil sich die Berner zwei Runden vor Schluss in die komfortable Lage brachten, aus zwei Spielen bloss noch einen Sieg zu brauchen, um weiterzukommen.

Daran ist YB zerschellt. Aber nicht gestern in Glasgow. Sondern vor allem zu Hause, gegen Porto. Da hat YB alles vergeben. Mit haarsträubenden Abwehrfehlern. Mit dem Pfostenschuss von Fassnacht kurz vor Schluss.

Aber ob die zweite Seoane-Spielzeit als sehr erfolgreich in die Annalen eingehen wird, dürfte ohnehin nicht daran gemessen werden, ob man die Europa-League-Gruppenphase übersteht. Sondern, ob YB einen Titel holt. Vorzugsweise die Meisterschaft.

Und weil die gegen einen ebenbürtigen FC Basel geholt werden muss, würde sie höher einzuschätzen sein als jene im ersten Seoane-Jahr. Europa-Out hin oder her.

Europa League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Olympique Lyon
Olympique Lyon
8
13
21
2
Aston Villa
Aston Villa
8
8
21
3
FC Midtjylland
FC Midtjylland
8
10
19
4
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
8
6
17
5
FC Porto
FC Porto
8
6
17
6
SC Braga
SC Braga
8
6
17
7
SC Freiburg
SC Freiburg
8
6
17
8
AS Rom
AS Rom
8
7
16
9
KRC Genk
KRC Genk
8
4
16
10
Bologna FC
Bologna FC
8
7
15
11
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
8
6
15
12
Ferencvaros Budapest
Ferencvaros Budapest
8
1
15
13
Nottingham Forest
Nottingham Forest
8
8
14
14
FC Viktoria Pilsen
FC Viktoria Pilsen
8
5
14
15
FK Crvena Zvezda Belgrade
FK Crvena Zvezda Belgrade
8
1
14
16
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
8
4
13
17
PAOK Thessaloniki
PAOK Thessaloniki
8
3
12
18
OSC Lille
OSC Lille
8
3
12
19
Fenerbahce Istanbul
Fenerbahce Istanbul
8
3
12
20
Panathinaikos Athen
Panathinaikos Athen
8
2
12
21
Celtic Glasgow
Celtic Glasgow
8
-2
11
22
Ludogorets 1945 Razgrad
Ludogorets 1945 Razgrad
8
-3
10
23
GNK Dinamo Zagreb
GNK Dinamo Zagreb
8
-4
10
24
SK Brann
SK Brann
8
-2
9
25
BSC Young Boys
BSC Young Boys
8
-6
9
26
SK Sturm Graz
SK Sturm Graz
8
-6
7
27
Fotbal Club FCSB
Fotbal Club FCSB
8
-7
7
28
Go Ahead Eagles
Go Ahead Eagles
8
-8
7
29
Feyenoord Rotterdam
Feyenoord Rotterdam
8
-4
6
30
FC Basel
FC Basel
8
-4
6
31
FC Salzburg
FC Salzburg
8
-5
6
32
Glasgow Rangers
Glasgow Rangers
8
-9
4
33
OGC Nizza
OGC Nizza
8
-8
3
34
FC Utrecht
FC Utrecht
8
-10
1
35
Malmö FF
Malmö FF
8
-11
1
36
Maccabi Tel Aviv FC
Maccabi Tel Aviv FC
8
-20
1
Playoffs
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