«Die Art und Weise der Niederlage war blamabel»
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Einschätzung von Alain Kunz:«Die Art und Weise der Niederlage war blamabel»

Coach Ten Hag warnt trotzdem vor Überfall der Berner
So unterirdisch schlecht ist die YB-Statistik gegen Ajax

YB hatte in der Johan-Cruyff-Arena einen historisch tiefen Expected-Goals-Faktor von 0,1! Was bedeutet das nun wieder? Wir erklären es. Und warum fürchtet Ajax-Coach Erik Ten Hag die Berner immer noch?
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Sagen YB und Coach Gerry Seoane nach dem Rückspiel in Bern gegen Ajax Byebye Europa?
Foto: keystone-sda.ch
Alain Kunz

Am Ende war es ein Gemetzel. «Wir haben sie zerfetzt», übersetzte ein englisches Portal die Analyse von Ajax-Coach Erik ten Hag etwas gar freigeistig. Vielmehr sprach der Coach davon, dass sein Team die Berner gekocht und am Ende gebrochen habe. Genau so wars. Doch das Knacken der YB-Abwehr und die drei Tore sind nur das Ende der Fahnenstange.

Statistisch unterirdisch

Weiter unten anzusiedeln sind die YB-Torchancen. Ganz weit unten. Denn es gab sie … nicht. Ein von der holländischen Abwehr geblockter Schuss von Silvan Hefti war alles, was statistisch vom Berner Besuch in Amsterdam offensiv erfasst wurde. Das führte dazu, dass für YB unter dem Strich ein Expected-Goals-Wert von 0,1 blieb. Mit diesem Wert (xG) versuchen Statistiker, einen besseren Wert zu haben als die banale Anzahl Torschüsse. Denn diese berücksichtigen die Qualität der Abschlüsse und die Torgefahr nicht. Der xG bezieht diese Faktoren mit ein. Und so steht für YB also diese unfassbar tiefe 0,1.

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Guillaume Faivre, Note 5: Klar der beste Berner. Kein Wackler. 2 Big Saves. Ohne den Top-Backup gehts 0:5 aus.
Foto: keystone-sda.ch

Der Wert von Ajax lag in diesem Spiel bei 3,14. Das heisst, die Amsterdamer schossen genau so viele Tore, wie man aufgrund der Qualität ihrer Chancen erwarten durfte. Bei YB stimmten xG-Wert und Tore übrigens auch überein: 0 Tore für einen xG-Faktor von 0,1… Mittelfeldspieler Ryan Gravenberch (18) bezeichnete diese Statistik als «verrückt, aber sehr schön.» Für Ajax.

Seoane hat eine einleuchtende Erklärung

Immerhin hatte Trainer Gerry Seoane eine einleuchtende Erklärung für den offensiv unterirdischen Auftritt seines Teams. «Wenn du dauernd dem Ball nachrennst, hast du nicht die gleiche Frische, wenn du den Ball endlich mal hast. Wir sind ein Team, das sich mehr Ballbesitz gewohnt ist. Es ist schwierig, den Plan, den man jedes Wochenende hat, umzustellen. Und irgendwann wirds dann mental zermürbend.»

Dennoch weigert man sich auf Seiten von YB aufzugeben. Auch weil der Glaube an die Heimstärke ungebrochen ist. Und das ist gut so! «Das 0:3 ist ein grosser Rucksack», so Seoane. «Aber wir hatten gegen Leverkusen eine sensationelle Startphase. Wenn du einen guten Tag erwischt, ist im Fussball vieles möglich. Wir wollen uns mit den Besten messen. Ajax ist eine der grössten Mannschaften. Es ist unser Ziel, sie im Heimspiel zu schlagen.»

Faivre: «Wir werden Ajax auf jeden Fall noch stören»

Und auch der klar beste Berner, Goalie Guillaume Faivre, bleibt kampfeslustig. «Wir müssen nun im Wankdorf Verantwortung übernehmen.» Eine Aussage, die durchaus einem Appell an den Stolz gleichkommt. «Die Hoffnung ist schon noch da. Wir werden Ajax auf jeden Fall noch stören.»

Davon geht auch Trainer Erik ten Hag aus. Er drückt jedenfalls gleich nach dem 3:0 ganz heftig auf die Euphoriebremse, auch wegen des Berner Kunstrasens. «YB ist ein sehr starker Gegner. Wer Leverkusen zwei Mal schlägt, ist sehr stark. Es ist nie gelaufen! YB ist in der Lage, drei Tore in einer Halbzeit zu schiessen. Das war ein richtiger Überfall gegen Bayer.»

Und die nicht-direkt-involvierten Freunde und Fans des Schweizer Fussballs? Die können nur sagen: Ten Hags Worte in Gottes Ohr für kommenden Donnerstag.

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Mannschaft
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Olympique Lyon
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Aston Villa
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8
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FC Midtjylland
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19
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Real Betis Balompie
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FC Porto
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SC Braga
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SC Freiburg
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AS Rom
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KRC Genk
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Bologna FC
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VfB Stuttgart
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Ferencvaros Budapest
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Nottingham Forest
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FC Viktoria Pilsen
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15
FK Crvena Zvezda Belgrade
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RC Celta de Vigo
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PAOK Thessaloniki
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OSC Lille
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8
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Fenerbahce Istanbul
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20
Panathinaikos Athen
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