Das Spiel
Schiri-Ärger in Neuenburg! In der 26. Minute nimmt Yverdons Elias Pasche einen Ball mit dem Arm mit und trifft wenige Sekunden später zum Ausgleich. Die Pfeife von Schiri Piccolo bleibt stumm, und weil kein VAR im Einsatz ist, bleibt der Treffer bestehen. Während Pasche jubelt, toben die Xamax-Spieler.
Das irreguläre Tor ist die Reaktion auf die frühe Führung des Heimteams. Demhasaj schiesst Xamax in der 12. Minute in Führung.
Beim 1:1 bleibt dann lange. Bis Varol Tasar zehn Minuten vor Schluss das Heimteam schockt. Nach einem starken ersten Kontakt haut er den Ball unter die Latte und lässt die mitgereisten Yverdon-Fans explodieren.
Im Anschluss drückt Xamax auf den Ausgleich, in der Nachspielzeit verhindert Yverdon-Goalie Simon Enzler mit einer tollen Parade das Gegentor und sichert seinem Team so das Ticket für den Halbfinal.
Die Tore
12. Minute, Shkelqim Demhasaj, 1:0. Nach einer Flanke befreit Yverdon nur bis zu Pennarossa, der mit seinem Versuch noch an Goalie Enzler scheitert. Demhasaj läuft aber als Einziger nach, sodass er den Abpraller nur noch einschieben muss.
26. Minute, Elias Pasche, 1:1. Golliard schickt Pasche mit einem traumhaften Chip auf die Reise. Der Stürmer läuft perfekt in den Strafraum, nimmt den Ball dort mit dem Arm hinunter, um dann aus spitzem Winkel zwischen die Beine von Omeragic zu treffen. Zu seinem Glück ist kein VAR im Einsatz und das Tor zählt.
79. Minute, Varol Tasar, 1:2. Pos findet Tasar im Strafraum, der den Ball toll annimmt, sich einmal dreht und kompromisslos unter die Latte trifft.
Der Beste
Varol Tasar kommt in der 63. Spielminute zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison und braucht nicht lange, um sich zu profilieren. Zunächst bedient er Antonio Marchesano perfekt, der jedoch das Tor verfehlt. Dann erzielt er selbst ein wunderschönes Tor. Das Tor, das Yverdon den Halbfinal sichert.
Der Schlechteste
Wie schon in der Super League in der vergangenen Saison zeigt Mohamed Tijani keine überzeugende Leistung. Ganz im Gegenteil. Vor dem Führungstreffer der Neuenburger klärt er einen Flankenball sehr schlecht und verschafft Demhasaj wenige Minuten vor Spielende eine goldene Torchance. Und dabei hat er doch mit Benin als Stammspieler am Afrika-Cup teilgenommen.
Das gab zu reden
Ausgerechnet Vital Jobin, der Schiedsrichterassistent, der das Handspiel vor dem Yverdon-Ausgleich hätte sehen können (oder gar müssen?), wird zur Halbzeit ausgewechselt, offenbar wegen einer Verletzung am Knöchel. Ein schwarzer Tag für Jobin.
Die Fans
Die Fans von Xamax beginnen das Spiel mit einem 15-minütigen Streik. Das hindert sie jedoch nicht daran, den Führungstreffer in der 12. Minute zu feiern. Insgesamt besuchen 4237 Zuschauer diesen Viertelfinal in der Maladière. Das sind knapp 1000 mehr als vor etwa zehn Tagen in der Meisterschaft.
Die Schiris
Luca Piccolo hat das Spiel gut im Griff. Er muss ein sehr umkämpftes Spiel mit vielen harten Zweikämpfen leiten. Dass er das Handspiel vor dem Ausgleichstreffer nicht sieht, ist aber ein Fehler. Linienrichter Jobin Vital müsste das Hands aufgrund seiner guten Position eigentlich sehen.
So gehts weiter
Die Halbfinal-Begegnungen finden am 18. und 19. April statt. Auf wen Yverdon dort treffen wird, ist noch nicht bekannt.





