Sieben Siege, fünf Unentschieden und keine einzige Niederlage: Die Rückrunde des FC Basel kann sich sehen lassen. Und trotzdem ist das ganze fragile Gebilde heute im Letzigrund auf dem Prüfstand.
Denn eine Pleite wirft den 20-fachen Meister meilenweit zurück. Weil eine Niederlage beim FCZ und das Aus im Cup-Halbfinal bedeutet, dass man sämtliche Saisonziele sang- und klanglos verpasst hätte.
Meisterschaft? Peinliche 22 Punkte Rückstand auf YB. Champions League? Aus in der Quali gegen die Griechen von Paok Saloniki. Europa League? Out in der Quali gegen die zypriotischen Fussball-Exoten von Apollon Limassol.
So steht auch Trainer Marcel Koller heute unter Druck. Mit einem Sieg kann er die ganze Saison schönen, weil man mit einem Titel alles geholt hat, was in der Rückrunde noch möglich war.
Und vor allem hat er dann gezeigt, dass er sich mit 57 Jahren noch entwickeln kann. Dass er mit Spielern, welche sich bei Präsident Bernhard Burgener über ihn beklagten, eine solche Leistungssteigerung in der Rückrunde erreichte, ist bemerkenswert.
Aber für die grosse Glückseligkeit hilft nur eines: ein Cupsieg zum versöhnlichen Saisonende.