«War ein inferiorer Gegner»
FCL-Trainer Frick redet sich nach Europa-Out in Rage

Statt dem Gegner den Schottenrock runterzuziehen, bleibt der FC Luzern in der Conference-League-Quali an Hibernian Edinburgh hängen. Beim Trainer sorgt das für Mega-Frust.
Publiziert: 18.08.2023 um 07:49 Uhr
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Aktualisiert: 18.08.2023 um 08:01 Uhr
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FCL-Coach Mario Frick ist nach dem Europa-Out bedient.
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Sebastian WendelReporter Fussball

Klartext statt um den heissen Brei rumreden – dafür ist Mario Frick (48) bekannt. Nach dem 2:2 gegen Hibernian Edinburgh redet sich der FCL-Trainer in Rage, war gleichzeitig enttäuscht und hässig über das Auscheiden in der Conference-League-Quali: «Mir will nicht in den Kopf, dass wir gegen diesen Gegner keines der beiden Spiele gewinnen konnten. Obwohl wir zwei Mal die bessere Mannschaft waren.»

Was Frick vor allem ärgert: Edinburgh war klar der schwächere Gegner als in der vorherigen Runde der schwedische Vizemeister Djurgarden. «Die waren definitiv eine Klasse besser als Hibernian. Gegen einen inferioren Gegner fünf Gegentore zuzulassen, ist unverständlich und macht mich sauer.»

Fricks Frust ist verständlich. Zur Schwäche des Gegners kommt die Tatsache, dass gleich vier der insgesamt fünf Gegentore die Folge von individuellen Fehlern von Luzernern sind. Besonders krass: Der Fehlpass von Ardon Jashari (21), der zum 1:3 im Hinspiel führt. Und der Aussetzer von Marco Burch (22) vor dem 2:2 im Rückspiel.

Burch-Bock zerstört FCL-Momentum

Wahnsinn: Während (!) eines Konters stellt Burch das Verteidigen plötzlich ein, um sich beim Schiedsrichter zu beschweren. Prompt kommt er danach zu spät ins Duell gegen Ellie Youan (24) und trägt so die Hauptschuld am erneuten Ausgleich der Schotten, der dem FCL das Genick bricht.

Und das in einer Phase, in der Luzern die Gäste nach Ademis 2:1 in der Mangel hatte, eine Angriffswelle nach der anderen aufs Hibernian-Tor rollte. «Die Hütte brannte, der Gegner hatte keine Chance. Und jetzt sind wir raus, weil wir uns einfach naiv angestellt haben. Das fehlt uns zu einem Spitzenteam. Diese Schotten hätten wir ausschalten müssen – und das müssen wir uns jetzt vorwerfen lassen.»

Danach fährt Frick einen Gang runter, will nicht noch mehr draufhauen auf seine niedergeschlagenen Spieler. «Schade. Uns in der nächsten Runde mit Aston Villa zu messen, war unser grosses Ziel.» Statt Vorfreude auf den Gegner aus der Premier League gilt es jetzt, schnellstmöglich die Wunden zu lecken. Und bereit zu sein für das Cupspiel gegen Zweitligist Winkeln. Für Frick ist klar: «Noch einmal wollen wir uns nicht blamieren. Das Ziel ist, den Cup wieder nach Luzern zu holen.»

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