«Wir waren über 90 Minuten voll konzentriert»
2:22
Saipi über das 3:0 gegen HJK:«Wir waren über 90 Minuten voll konzentriert»

Krasse Lugano-Dominanz in der Conference League
War der finnische Meister harmloser als Rapperswil-Jona im Cup?

Lugano kann es sich beim Auftaktsieg in der Conference League gegen HJK Helsinki erlauben, mehrere Grosschancen, teils aus wenigen Metern, zu versemmeln. Trotzdem erspielen sich die Tessiner ein beruhigendes 3:0. Einfacher wird es nicht mehr.
Kommentieren
1/7
Martim Marques staubt in der 56. Minute zum 2:0 ab. Es ist die x-te von unzähligen Torchancen für Lugano.
Foto: Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wie der 3:0-Starterfolg von Lugano einzuschätzen ist
  • Croci-Torti lobt Luganos Siegeshunger und Dominanz
  • Tessiner erzielen drei Tore und vergeben viel mehr Chancen
RMS_Portrait_AUTOR_465.JPG
Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Mattia Croci-Torti (42) muss schmunzeln. So viele Räume wie gegen Helsinki, notabene den letztjährigen finnischen Meister, hat Lugano nicht einmal in der 2. Cup-Runde im September gegen das drittklassige Rapperswil-Jona vorgefunden. Ob diese Einschätzung stimme, will Blick nach dem 3:0-Auftaktsieg in der Conference League vom Lugano-Trainer wissen.

Die Antwort von Croci-Torti: «Ja, aber das war mental eine andere Situation. Jetzt gegen Helsinki haben wir von der ersten Minute unseren grossen Siegeshunger gezeigt. Gegen Rapperswil-Jona war es so, dass der Gegner dann zu vielen gefährlichen Kontern gekommen ist. Wir waren jetzt besser bereit als dort im Cup.» Er verneint es also nicht.

Die Dominanz Luganos in der Startphase im Exil in Thun ist krass. 9. Minute: Bottani lanciert das Feuerwerk mit einem gefährlichen Schuss. 12. Minute: Bislimi vergibt aus drei Metern eine Top-Chance. 13. Minute: Aliseda wirbelt im Strafraum, legt pfannenfertig für Bislimi auf, der die Hundertprozentige erneut kläglich vergibt. 15. Minute: Bottani tritt alleine vor dem Tor nur Goalie Nijhuis. Lugano spielt mit Helsinki Katz und Maus! Nur der Ertrag fehlt.

Wenn sich das nur nicht rächt. Eine kurze Sorge. Direkt nachdem Steffen alleine vor dem Tor eine nächste Top-Chance vergibt, richtet es halt ein Innenverteidiger: Papadopoulos schleicht nach vorne, wird von Grgic angespielt und feuert einen Distanzschuss ab. Goalie Nijhuis wehrt ab – hoch in die Luft, direkt unter das Lattenkreuz ins eigene Tor (34.). Nachfolgend erspielt sich Lugano noch mehr Chancen, erzielt nach der Pause das 2:0. Und in der Nachspielzeit das 3:0.

Die Hürden werden höher – teilweise viel höher

Von den Finnen kommt keine grosse Gefahr. Ist das die Realität in der Conference League? Kaum. St. Gallen hat bei der 2:6-Ohrfeige in Brügge schmerzlich erfahren, wie hart die Gegner sein können. Und auch für Lugano wird es sicher nicht einfacher. Gent (Bel) und Legia Warschau befinden sich noch unter den Gegnern. Die weiteren: Als nächstes Mlada Boleslav (Tsch, 24. Oktober), Backa Topola (Srb) und Pafos (Zyp).

Da kann es sich Lugano im Normalfall nicht mehr leisten, fünf, sechs Grosschancen liegenzulassen. Croci-Torti sagte bereits vor der Auftaktpartie, dass Helsinki die Mannschaft sei, die man unbedingt schlagen müsse. Erfüllt.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen