YB-Trainer David Wagner: «Alles sind herzlich eingeladen, Tore zu schiessen»(02:39)

YB-Alarm vor Cluj-Knüller
Hinten das Risiko Faivre, vorne keine Tore

Es ist das wichtigste Spiel in der noch jungen Ära David Wagner. Doch YB steigt nicht problemfrei in den Cluj-Knüller. Die Verletzten drohen zu einem echten Handicap zu werden.
Publiziert: 10.08.2021 um 01:30 Uhr
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Hinten muss er wieder auf Ersatzgoalie Guillaume Faivre setzen.
Alain Kunz

Captain und Stabilisator Fabian Lustenberger fehlt ebenso an allen Ecken und Enden wie Tormaschine Jean-Pierre Nsame. Beide leiden noch unter den Folgen ihrer Achillessehnenrisse. Und nun haben sich auch noch Stammgoalie David von Ballmoos und Mittelfeldspieler/ Innenverteidiger Sandro Lauper verletzt.

Faivre patzte in Sion

Das hat bereits Folgen gezeitigt. Von-Ballmoos-Backup Guillaume Faivre (34) war letzte Saison und beim 0:0 gegen GC ein mehr als solider Vertreter von «Dävu». Und auch letzte Saison bei seinen sechs nationalen Einsätzen und den beiden in den Achtelfinals gegen Ajax Amsterdam. Da kassiert er zwar insgesamt fünf Tore, war aber kein Faktor, weil YB inferior war. Nun hats den Neuenburger aber «erwischt». Sein Ausflug zur Unzeit in Sion führt zum Penaltyfoul von Maceiras an Bua und zur Entscheidung vom Elfmeterpunkt aus.

Dennoch will Wagner Faivres Einsatz nicht als Risiko sehen: «Guillaume ist ein total erfahrener Torhüter und ein erfahrener Mensch. Er hat solche Situationen in seiner Karriere auch schon gehabt. Er hat unser volles Vertrauen und mit zwei Spielen im Rücken nun auch eine gewisse Spielpraxis.» Wie hat er denn den Keeper in den Tagen nach dem Bock im Wallis und vor dem kapitalen Cluj-Spiel erlebt? «Er ist ja nicht bei mir im Büro, sondern in der Kabine», so Wagner. «Er fiebert jedenfalls dem Spiel wie alle anderen entgegen. Ich bin sicher: Er wird eine gute Leistung bringen.»

Es harzt in der Offensive

Aber das Hauptproblem von YB ist in den letzten drei Spielen nicht die Defensive gewesen. Zwei Tore hat man erhalten. Ist okay. Aber nur eines geschossen. Und das hat Joker Vincent Sierro in Cluj gemacht. YB hat ohne Nsame Ladehemmungen!

Wer also soll die Tore schiessen, wenn weder Siebatcheu, noch Elia, noch Mambimbi, noch Aebischer, Fassnacht oder Ngamaleu treffen? «Jeder ist recht herzlich eingeladen, Tore zu schiessen!», flachst Wagner. «Fakt ist: Wir haben in den letzten drei Spielen im Verwerten unserer Einschussmöglichkeiten viel zu viel liegen lassen. Vom Spiel her und vom Herausarbeiten waren wir gut mit dabei. Es geht um die Verwertung. Tore verändern Spiele.»

Drei Dinge machen indes Hoffnung auf die Playoffs und das Weiterkommen: Als es wirklich darauf ankam, in den Sechzehntelfinals gegen Bayer Leverkusen im Februar, war Siebatcheu da: Drei Tore in zwei Spielen. Zweitens werden 20'000 Fans im Stadion sein. Und die werden das Team erneut, wie gegen Slovan Bratislava, nach vorne pushen. Und der Faktor Kunstrasen ist in den Europaauftritten von YB immer ein ernstzunehmender.

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