YB-Benito zum verpassten Sieg: «Bei mir überwiegt die Frustration»(01:39)

YB-Itten über seinen Elfer in Belgrad
«Ich war überzeugt, dass ich ihn reinhaue»

YB steht kurz vor einem hart erkämpften Auswärtssieg in Belgrad – muss am Ende aber doch noch den Ausgleich hinnehmen. Das sagen die Berner Protagonisten nach dem Champions-League-Kracher gegen Roter Stern.
Publiziert: 04.10.2023 um 23:36 Uhr
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Aktualisiert: 05.10.2023 um 11:29 Uhr
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YB-Coach Raphael Wicky ist zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, ärgert sich aber über die zwei Gegentore.

Lange darf YB vom grossen Wurf im feurigen Marakana träumen. Nach frühem Rückstand drehen die Berner dank Ugrinic und Itten das Spiel. Am Ende reichts aber nicht für die drei Punkte. Dennoch kann Nati-Stürmer Itten dem Spiel «viel Gutes» abgewinnen. «Besonders positiv ist, dass wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind.»

Erstmals in seiner Karriere trifft der gebürtige Basler in der Champions League. In der 61. Minute schreitet er zum Elfmeterpunkt. Begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert. Doch Itten bleibt ruhig. «Ich war überzeugt, dass ich ihn reinhaue.»

In der Schlussphase muss sich der Schweizer Meister dem Belgrader Sturmlauf beugen und in der 88. Minute doch noch den Ausgleichstreffer hinnehmen. Verschenkte drei Punkte? Mitnichten, findet Itten. «Diesen Punkt nehmen wir mit. Insgesamt ist das Ergebnis sicher nicht schlecht, auch wenn mehr drin gelegen wäre.»

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Wickys gemischte Gefühle

Auch der zweite Berner Torschütze, Mittelfeldspieler Filip Ugrinic, tritt nach dem Spiel vor die Mikrofone. Er freut sich über seinen Treffer – ist mit dem Ausgang der Partie aber nicht zufrieden. «Klar, mein Tor wird mir in Erinnerung bleiben. Schliesslich war meine ganze Familie heute auf der Tribüne. Aber es ist sehr schade, können wir am Ende die drei Punkte nicht nach Bern mitnehmen.»

International fehle die Cleverness noch ein wenig, findet Ugrinic. «Das hat man schon gegen Leipzig gesehen.» 

Das sieht YB-Trainer Raphael Wicky genauso. Auch er ärgert sich über die individuellen Fehler, die den Sieg gekostet haben. «Die Gegentore fallen nach Unkonzentriertheiten – das darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren.»

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Trotzdem stellt Wicky klar: «Prinzipiell bin ich stolz auf den Auftritt meiner Mannschaft. Besonders auf den Mut, den sie gezeigt hat.» Angesichts der knapp verpassten drei Punkte reise er aber mit «gemischten Gefühlen» nach Hause. Doch er findet: «Wir wollen das Positive mitnehmen.» (sbe)

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