«Die verlieren jeden Ball»
BVB-Star mit Wutrede über die Teamkollegen

Nach dem ernüchternden 2:2 gegen Bodö/Glimt platzt Nico Schlotterbeck der Kragen. Der BVB-Abwehrchef kritisiert Teamkollegen, Einstellung und fehlende Killermentalität scharf.
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Schlotterbeck im Spiel gegen die norwegische Mannschaft Bodö/Glimt.
Foto: Getty Images

Darum gehts

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  • Schlotterbeck kritisiert Mitspieler nach enttäuschendem 2:2 gegen Bodö/Glimt
  • BVB-Abwehrchef bemängelt mangelnden Einsatz der Einwechselspieler und fehlende Qualität
  • Dortmund mit 11 Punkten auf Rang 10 der Champions-League-Tabelle
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Bodö/Glimt wählt Nico Schlotterbeck (26) harte Worte an die Adresse seiner Mitspieler. Der Dortmunder Abwehrchef zeigt sich sichtbar frustriert darüber, wie sein Team den Sieg aus der Hand gibt und kritisiert besonders die Einwechselspieler (Adeyemi, Guirassy, Can und Ryerson). 

«Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball. Wenn man in der 60. Minute reinkommt, erwarte ich 30 Minuten Volldampf», sagte er im TV-Interview nach dem Spiel. 

Dabei hat Schlotterbeck schon während der Halbzeit die Probleme in der Kabine klar angesprochen: «Das Spiel zu killen, ist eine Qualitätssache. Wenn du das nicht machst und durch einen Einwurf, wo du in Unterzahl bist und den Ball nicht weghaust, das 2:2 kassierst, ist das nicht gut genug. Das muss man ansprechen. Ich habe es in der Halbzeit auch laut zur Mannschaft gesagt.» 

Trotzdem bleibt der BVB auch in der zweiten Halbzeit fahrig und lässt klare Chancen zum 3:1 liegen. Bodö nutzt Dortmunds Fehler derweil eiskalt aus. Der 2:2-Ausgleich in der 75. Minute, während Dortmunds Anselmino gerade behandelt wird, ist deshalb keine Überraschung. Für Schlotterbeck steht nach dem Spiel fest: «Wir spielen Champions League. Das ist viel zu wenig.»

Verpasster Befreiungsschlag in der Ligaphase

Das Unentschieden hat Folgen. Nach sechs Spieltagen steht Borussia Dortmund mit 11 Punkten nur auf Rang 10 der Champions-League-Tabelle. Zwar ist der BVB damit weiterhin auf einem Platz, der für die K.o.-Phase reicht, doch die verpasste Chance schmerzt: Mit einem Sieg wären Schwarz-Gelben auf Rang 3 vorgerückt – und damit mitten im Rennen um ein direktes Ticket für die Achtelfinals (Top 8). 

Stattdessen steckt die Mannschaft nun im dichten Verfolgerfeld, umgeben von Teams wie Inter, Liverpool und Tottenham. Um unter den besten acht zu landen, muss der BVB die beiden verbleibenden Ligaspiele wohl gewinnen. Die Gegner werden dabei nicht einfacher. Tottenham und Inter warten im Januar.

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