Ceferin beruft Sondersitzung ein
Uefa entzieht Russland den Champions-League-Final

Die Eskalation mit dem russischen Einmarsch in der Ukraine lassen nun auch bei der Uefa die Alarmglocken schrillen. Ist der Champions-League-Final im Russland noch durchführbar? Am Freitag soll die Uefa den Russen den Spielort St. Petersburg entziehen.
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Uefa-Boss Alexander Ceferin: Krisensitzung am Freitag.
Foto: keystone-sda.ch
Matthias Dubach

Zu Beginn der Woche spielte Europas-Fussballverband Uefa noch auf Zeit.

Aber mit dem Einmarsch von russischen Truppen auf ukrainischen Boden schrillen jetzt auch in Nyon die Alarmglocken. Uefa-Boss Alexander Ceferin beruft nun nach der jüngsten Eskalation im Konflikt mit ersten Toten eine Sondersitzung des Exekutivkomitees ein.

«Das Meeting ist auf Freitag-Vormittag, 10 Uhr, angesetzt. Dabei wird die Lage evaluiert und alle notwendigen Entscheidungen getroffen», teilt die Uefa gegenüber Blick mit. Mehr Infos gäbe es zur Zeit nicht, der Verband will nach der Sondersitzung wieder informieren.

Die Uefa muss vor allem auch die heikle Frage klären, ob der Champions-League-Final am 28. Mai in St. Petersburg weiter angesetzt bleibt. Laut Informationen des SID aber stehe der Entscheid bereits ferst: St. Petersburg wird den Final nicht austragen, die Uefa entzieht Russland den Finalort.

Der SID schreibt: «Die Europäische Fußball-Union (Uefa) wird dem russischen St. Petersburg am Freitag den Champions-League-Final entziehen. Aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine soll diese Entscheidung nach SID-Informationen bei einer Sondersitzung des Exekutivkomitees getroffen werden. Das Endspiel der Königsklasse ist derzeit am 28. Mai in St. Petersburg vorgesehen.»

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Die Partie sollte in der Gazprom-Arena stattfinden – der staatliche Energiekonzern ist seit vielen Jahren ein grosser Uefa-Partner, alleine in die Champions League fliessen gemäss «Spiegel» 40 Millionen Euro.

Apropos Europacup: Die Uefa bestätigt, dass alle Europa-League-Playoffs- und Conference-League-Spiele vom Donnerstagabend wie angesetzt stattfinden werden. Als einziges im Europacup verbliebenes Team aus Russland spielt Zenit auswärts bei Betis Sevilla.

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