Der schlimme Abend von «Angsthase» Ronaldo
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Bei Juve-Aus gegen Porto:Der schlimme Abend von «Angsthase» Ronaldo

Böse Kritik nach Juve-Out
Alle hacken auf «Angsthase» Ronaldo ein!

Die «Alte Dame» und Cristiano Ronaldo (36) sind schon wieder raus aus der Champions League. Und gerade auf den portugiesischen Superstar prasselt jede Menge Kritik ein.
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In der Verlängerung schiesst Sergio Oliveira (Nr.27) Porto mit einem flachen Freistoss in den Viertelfinal. Die Juve-Mauer macht gar keine gute Falle.
Foto: imago images/LaPresse

Mit Posaunen und Fanfaren wurde Cristiano Ronaldo 2018 als Heilsbringer in Turin empfangen, als er nach drei Champions-League-Titeln in Serie Real Madrid verliess. Mit dem Portugiesen sollte es endlich wieder klappen, den Henkelpott zu stemmen, war die grosse Hoffnung und Überzeugung bei Juventus.

Und nun das: Wie schon im letzten Jahr ist bereits im Achtelfinal Endstation. Ronaldo und Co scheitern nach 1:2-Hinspielniederlage trotz 3:2-Sieg an den hartnäckigen Portugiesen aus Porto – und an eigenen Unzulänglichkeiten!

Eine Mauer wie Emmentaler Käse

Das entscheidende Tor in der 115. Minute, welches Porto schliesslich in den Viertelfinal bugsiert, war keineswegs zwingend. Sergio Oliveira (28) nämlich schiesst einen Freistoss aus rund 30 Metern flach durch die Mauer und links unten ins Netz.

Mauer? Eher ein löchriger Emmentaler Käse! Zu dritt drehen sich Alvaro Morata, Ronaldo und Adrien Rabiot weg, öffnen die Beine, scheinen Angst vor dem Ball zu haben und lassen den Schuss kläglich durchflutschen – Juventus ist raus, Porto im Freudentaumel.

Streller: «Da würde ich durchdrehen!»

Für diese Szene hagelt es Kritik von allen Seiten. Im «Blue»-Studio kann es etwa Ex-Nati-Stürmer Marco Streller (39) nicht fassen, schüttelt ungläubig den Kopf: «Also diese Mauer… da würde ich als Goalie durchdrehen! Man muss doch nur stehenbleiben, dann passiert hier gar nichts. Und Ronaldo springt und dreht sich ab … nein, man muss nur diese Bilder anschauen! Wir hatten beide Christian Gross als Trainer, Mladen Petric und ich. So eine Szene hätten wir am nächsten Tag, Mladen, weiss nicht wie oft gesehen. Löcher in der Mauer, das ist … puh!»

Während Petric auch Juve-Goalie Wojciech Szczesny in die Pflicht nimmt, – «den kann man nicht unschuldig sprechen, so scharf war der Schuss nicht» – so muss besonders Superstar Ronaldo einiges einstecken. Im Netz wird CR7 lächerlich gemacht, seine breitbeinige Jubelpose sei bloss eine Übung dafür, dass er in der Mauer den Ball durchlassen könne.

Capello: «Diese Mauer hat richtig Angst»

«Sky Italia»-Experte Fabio Capello (74), der selber in 165 Spielen für Juventus auf dem Platz stand, kritisiert Ronaldo harsch: «Dieser Fehler ist unverzeihlich! In meiner Zeit hat man Spieler extra für die Mauer ausgewählt. Und da konntest du keinen nehmen, der Angst vor dem Ball hat. Diese Mauer hier hat richtig Angst vor dem Ball und springt weg, dreht den Rücken ab. Das ist unverzeihlich.»

Manchester-United-Legende Rio Ferdinand, selber Champions-League-Sieger 2008, sagt entrüstet: «Alle drei in der Mauer machen es falsch, drehen den Rücken ab und springen weg. Das ist ein ganzer Katalog an Fehlern.» Ex-Tottenham-Spieler Jamie O'Hara (34) sagt: «Pirlo wird ausser sich sein vor Wut, weil sich Ronaldo komplett abdreht! Der Ball geht durch seine Beine, so hat Szczesny keine Chance. Das willst du nicht sehen von deinem Top-Spieler. Da musst du dich auf deine Mauer verlassen können, dass sie den Job erledigt.»

Pirlo: «Sie spürten die Gefahr nicht»

Juve-Trainer Andrea Pirlo (41) versucht, nach dem Spiel seine Wut jedenfalls gewohnt zu zügeln: «Wir wählen die Spieler schon aus, die in die Mauer stehen. Das ist noch nie passiert, dass sie sich abdrehen, vielleicht dachten sie, der sei so weit weg und spürten die Gefahr nicht. Das ist ein Fehler, das passiert sonst nicht. Die Spieler dachten, das ist wohl keine gefährliche Situation und so kassieren wir ein Tor.»

Und so scheidet Juventus ein weiteres Mal aus der Königsklasse aus. Auch weil Ronaldo ein ungewohnt schwachen Tag einzieht. Ihm gelingt praktisch gar nichts. Es riecht nun stark nach Umbruch beim italienischen Rekordmeister (36 Titel). Sogar die Trainerdiskussion ist lanciert. Denn auch in der Meisterschaft siehts zurzeit nach neun «Scudetti» in Folge danach aus, als müsste man den Meistertitel einem Klub aus Mailand überlassen. Und sowas tut den Turiner Fans ganz besonders weh. (wst)

Champions League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
6
16
18
2
Bayern München
Bayern München
6
11
15
3
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
6
11
13
4
Manchester City
Manchester City
6
6
13
5
Atalanta BC
Atalanta BC
6
2
13
6
Inter Mailand
Inter Mailand
6
8
12
7
Real Madrid
Real Madrid
6
6
12
8
Atletico Madrid
Atletico Madrid
6
3
12
9
Liverpool FC
Liverpool FC
6
3
12
10
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
6
6
11
11
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
6
6
11
12
Newcastle United
Newcastle United
6
7
10
13
Chelsea FC
Chelsea FC
6
5
10
14
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
6
4
10
15
FC Barcelona
FC Barcelona
6
3
10
16
Olympique Marseille
Olympique Marseille
6
3
9
17
Juventus Turin
Juventus Turin
6
2
9
18
Galatasaray SK
Galatasaray SK
6
0
9
19
AS Monaco
AS Monaco
6
-1
9
20
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
6
-2
9
21
PSV Eindhoven
PSV Eindhoven
6
4
8
22
Qarabag FK
Qarabag FK
6
-3
7
23
SSC Neapel
SSC Neapel
6
-5
7
24
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
6
-6
7
25
SL Benfica
SL Benfica
6
-2
6
26
Pafos FC
Pafos FC
6
-5
6
27
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
6
-8
6
28
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
6
-5
5
29
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
6
-7
5
30
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
6
-8
4
31
FC Brügge
FC Brügge
6
-8
4
32
Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
6
-4
3
33
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
6
-9
3
34
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
6
-13
3
35
Villarreal CF
Villarreal CF
6
-9
1
36
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
6
-11
1
Playoffs
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