«Bayern ist noch nicht durch!»
Servette-Goalie Frick über seinen Ex-Verein

Jahrelang trug Servette-Keeper Jeremy Frick das Lyon-Dress. Nun drückt er zuhause seinen Ex-Kumpels gegen das übermächtige Bayern die Daumen.
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Servette-Goalie Jeremy Frick trug Jahrelang das Lyon-Dress.
Foto: Urs Lindt/freshfocus
Michael Wegmann

Nicht für alle ist das 3:1 von Olympique Lyon über Manchester City eine faustdicke Überraschung. Servette-Goalie Jérémy Frick sagt: «Als entschieden wurde, dass es nur noch über ein Spiel geht, war ich fast sicher, dass es Lyon packt. Die Spieler haben wegen des Liga-Abbruchs in Frankreich quasi vier Monate auf dieses Spiel gewartet, die waren so was von heiss und motiviert. Diese Riesenchance wollten sie unbedingt nutzen.»

Vom Kind zum Mann in Lyon

Frick freuts ungemein, dass es geklappt hat. Für ganz Frankreich, vor allem aber für sein Lyon. Im Sommer 2009 wechselte er 16-jährig aus dem Servette-Nachwuchs nach Lyon. Obwohl er es nicht bis in die Ligue 1 schaffte, an seine Zeit in Frankreich hat er nur beste Erinnerungen. «Diese Jahre haben mir für meine Entwicklung sehr gutgetan. Fussballerisch und privat. Als ich nach Lyon gekommen bin, war ich noch ein Kind. Als Mann habe ich den Klub dann Jahre später verlassen.»

Und heute kämpft sein Ex-Klub um die Finalteilnahme der Champions League. Gegner ist Bayern München, das im Viertelfinal Barcelona gleich mit 8:2 abgefertigt hat. Die Bayern seien zwar überragend, aber noch nicht durch, so Frick, «obwohl sie natürlich haushohe Favoriten sind.»

Aber wie soll Lyon diese Bayern knacken? Frick: «Klar wirds brutal schwierig. Lyon darf nicht den Fehler machen und mitspielen wollen. Es muss so spielen wie früher die Italiener. Defensiv kompakt stehen und dann kontern. Am besten mit langen Bällen über die Seiten, weil Bayerns Aussenverteidiger Kimmich und Davies werden sicher wieder mitstürmen.»

Ein total verrückter Goalie

Viel wird beim Underdog auch von Goalie Anthony Lopes (29) abhängen. «Ich hoffe, dass ihm ein Riesenmatch gelingt», sagt Frick. Den Portugiesen im Lyon-Tor kennt er aus zahlreichen gemeinsamen Trainings bestens. «Ein super Typ, aber total verrückt. Hat seine Mannschaft verloren, hat er am Rad gedreht. Auch im Training.»

Klar, dass Frick heute Abend vor dem TV sitzt und Lyon die Daumen drückt. Trägt er dabei gar sein ehemaliges Goalie-Shirt? «Nein», sagt er und lacht, «das liegt irgendwo im Keller bei meinen Eltern.»

Champions League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
6
16
18
2
Bayern München
Bayern München
6
11
15
3
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
6
11
13
4
Manchester City
Manchester City
6
6
13
5
Atalanta BC
Atalanta BC
6
2
13
6
Inter Mailand
Inter Mailand
6
8
12
7
Real Madrid
Real Madrid
6
6
12
8
Atletico Madrid
Atletico Madrid
6
3
12
9
Liverpool FC
Liverpool FC
6
3
12
10
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
6
6
11
11
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
6
6
11
12
Newcastle United
Newcastle United
6
7
10
13
Chelsea FC
Chelsea FC
6
5
10
14
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
6
4
10
15
FC Barcelona
FC Barcelona
6
3
10
16
Olympique Marseille
Olympique Marseille
6
3
9
17
Juventus Turin
Juventus Turin
6
2
9
18
Galatasaray SK
Galatasaray SK
6
0
9
19
AS Monaco
AS Monaco
6
-1
9
20
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
6
-2
9
21
PSV Eindhoven
PSV Eindhoven
6
4
8
22
Qarabag FK
Qarabag FK
6
-3
7
23
SSC Neapel
SSC Neapel
6
-5
7
24
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
6
-6
7
25
SL Benfica
SL Benfica
6
-2
6
26
Pafos FC
Pafos FC
6
-5
6
27
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
6
-8
6
28
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
6
-5
5
29
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
6
-7
5
30
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
6
-8
4
31
FC Brügge
FC Brügge
6
-8
4
32
Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
6
-4
3
33
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
6
-9
3
34
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
6
-13
3
35
Villarreal CF
Villarreal CF
6
-9
1
36
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
6
-11
1
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