Umbruch nach Aufstiegsdrama
Aarau-Juwel geht nach St. Gallen

Am letzten Spieltag hat der FC Aarau den Aufstieg verpasst – die Folge: Im Kader kommt es zu einem gröberen Umbruch. Nach dem Prestige-Transfer von Rrudhani zu YB stehen weitere Veränderungen bevor.
Publiziert: 08.06.2022 um 16:12 Uhr
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Aktualisiert: 08.06.2022 um 16:21 Uhr
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In der abgelaufenen Saison ging der Stern von Randy Schneider beim FC Aarau auf – der Lohn ist der Wechsel in die Super League zum FC St. Gallen.
Sebastian Wendel

Es ist für alle involvierten Parteien ein gelungener Deal: YB erhält mit Donat Rrudhani einen der besten Challenge-League-Spieler, dessen Entwicklungszenit noch nicht erreicht ist, zum Schnäppchenpreis. Der Spieler kommt in Bern in ein Umfeld, wo er sich in Ruhe an das höhere Niveau herantasten kann. Und der FC Aarau erhält im Gegenzug nicht nur Stürmer Shkelqim Vladi von YB, sondern feilt mit dem Verkauf eines Spielers an eine Top-Adresse auch kräftig an seinem Image.

Doch mit Rrudhanis Abgang ist es beim FC Aarau mit den gewichtigen Transferbewegungen nicht getan. Wie von Blick nach dem Aufstiegs-Drama gegen Vaduz angekündigt, kommt es zum krassen Umbruch. Rechtsverteidiger Raoul Giger, ein Eigengewächs und seit Anfang 2018 Stammspieler, wird zu Ligakonkurrent Lausanne-Sport wechseln.

Schneider zu St. Gallen – Fazliu im Anflug

Ebenfalls das Interesse geweckt hat Randy Schneider – der Spielmacher und U21-Nationalspieler steht bei diversen Klubs auf dem Zettel, unter anderem beim FC St. Gallen. Mehr noch: Alles andere als die baldige Vollzugsmeldung vom Wechsel Schneiders zu Grün-Weiss würde überraschen.

Rrudhani zu YB, Schneider zu St. Gallen – damit ist die offensive Kreativabteilung der letzten Saison weg. Ersatz muss her und ist gefunden: Valon Fazliu, dessen Vertrag beim FC Wil Ende Monat ausläuft und der mit 28 Skorerpunkten in dieser Disziplin einer der besten Challenge-League-Spieler der vergangenen Saison war, steht vor der Unterschrift beim FC Aarau.

Auch Spadanuda will FC Aarau verlassen

Und was ist mit FCA-Topskorer Kevin Spadanuda? Luzern wollte ihn vor einem Jahr holen, blitzte aber bei Aarau-Sportchef Sandro Burki ab – damals war Spadanuda wegen der hohen Summe auf dem Preisschild quasi unverkäuflich. Das ist nun anders: Bei einem passenden Angebot werden dem Flügelstürmer keine Steine in den Weg gelegt. Spadanuda selber hat stets betont, in der nächsten Saison unbedingt in der Super League spielen zu wollen. Noch aber gibt es keine konkreten Angebote für ihn.

Am 16. Juni ist im Brügglifeld Trainingsstart. Bis dahin soll auch die Zukunft der FCA-Profis mit auslaufendem Vertrag geklärt sein, wobei dies teilweise bereits geschehen sein dürfte: So erhält Imran Bunjaku (bislang ausgeliehen von GC) wohl einen neuen Vertrag, Aleksandar Cvetkovic hingegen dürfte den FCA nach einem halben Jahr bereits wieder verlassen. Ebenfalls gehen wird wohl Ersatzgoalie Nicholas Ammeter. Offen ist, wie es mit Liridon Balaj und Marco Thaler weitergeht.

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