Die heissen Fragen zum Challenge-League-Start
Wer steigt auf? Wer muss runter? Was macht Aarau?

Die Challenge League kickt wieder los. Und die Rückrunde verspricht Spannung. Oben und unten. Blick zeigt, wo es besonders heiss wird.
Publiziert: 26.01.2024 um 00:50 Uhr
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Alex Frei steht in Aarau unter Druck. Er braucht von seinen FCA-Spielern zum Rückrundenstart gute Leistungen.
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Marco MäderRedaktor / Tagesleiter Sport

Wer steigt auf?

Sion und Thun sind gleich auf. Die beiden Klubs werden die Plätze eins und zwei auch kaum mehr hergeben (13 Punkte Vorsprung auf Platz drei). Doch wer schnappt sich den direkten Aufstiegsplatz? Und wer muss in die Barrage? Die Sittener haben leichte Vorteile. Sie sind eingespielt und bringen extrem viel Super-League-Erfahrung mit. Und sie haben seit zehn Liga-Partien nicht mehr verloren! Patron Christian Constantin wird alles dafür geben, dass sein Team so schnell wie möglich wieder im Oberhaus spielt.

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Dazu kommt, dass Sions Rivale aus dem Berner Oberland mit Baustellen abseits des Platzes beschäftigt ist. Thun kämpft mit finanziellen Problemen, die in der Stockhorn-Arena für Unsicherheit sorgen. Immerhin: Die Thuner haben mit Daniel Dos Santos (21) den frisch gewählten Challenge-League-Spieler des Jahres in ihren Reihen. So wie es aussieht, kann Thun sein Juwel noch bis im Sommer halten. Und: Das Team von Trainer Mauro Lustrinelli hat bisher in dieser Saison noch nie gegen Sion verloren (ein Sieg, ein Remis). Gut möglich, dass die Direktbegegnungen am Ende über Platz eins oder zwei entscheiden werden. 

Geht der FC Baden runter?

Die Nicht-Profis aus dem Stadion Esp kämpfen um jeden Punkt. Und haben in der Hinrunde das eine oder andere Mal überrascht. Der Aufsteiger ist nicht das erwartete Kanonenfutter, im Gegenteil. Trainer Michael Winsauer und auch Ex-Aarau-Coach Stephan Keller (Berater) quetschen alles aus der Amateurtruppe raus. Mit Lavdim Zumberi (24, Ex-FCZ-Junior) wurde für die Rückrunde Super- und Challenge-League-Erfahrung geholt.

Und dann ist da noch Marvin Spielmann (27, zweifacher Meister mit YB). Der Ex-Badener hat zuletzt im Esp trainiert. Auch er wäre für den FC Baden eine Verstärkung. Klar ist: Für den FC Baden wirds eng. Und sollte es am Ende trotz viel Herzblut nicht für den Ligaerhalt reichen, so dürfen die Badener dennoch erhobenen Hauptes den Gang in die Promotion League antreten.

Was ist bloss mit dem FC Aarau los?

Die Aarauer bleiben eine Wundertüte. Der letzte Sieg in der Liga liegt weit zurück (3. November, 5:2-Sieg gegen Thun). Und die Testspiele in dieser Winterpause dürften das FCA-Selbstvertrauen kaum gestärkt haben. Zwar gabs einen Sieg gegen den FC Basel (3:2), dann aber folgten die klaren Niederlagen gegen den FCZ-Nachwuchs (2:4) und den FC Luzern (60 Minuten, 0:4).

Nun gibts für die Aarauer zum Start drei schwierige Spiele: Erst kommt der FC Vaduz, dann muss Aarau nach Baden zum heissen Derby, dann folgt das Auswärtsspiel bei Leader Sion. Und nach dem Spiel im Tourbillon dürfte auch klar sein, in welche Richtung die FCA-Reise mit Trainer Alex Frei gehen wird – nach oben oder nach unten.

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Klar ist: Frei und das Team sind nach wie vor auf Findungskurs. Finden sie sich nicht schnellstmöglich, wird Alex Frei kaum mehr lange der Boss sein. 

Was zeigt uns der FC Schaffhausen?

Diesen Winter haben die Schaffhauser ihre Ambitionen klargemacht. Sie wollen schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller. Admir Mehmedi hat als Sportchef übernommen. Eren Derdiyok ist neu Assistenztrainer. Und die ehemaligen Nati-Stars machen Ernst: Mit Christian Wimmer wurde ein interessanter Trainer aus Deutschland geholt, der einst bei Bundesligaklubs Erfahrungen sammeln konnte.

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Und auch am Kader wird gebastelt: Routinier Raul Bobadilla (36) kehrt zurück. Ermir Lenjani (34) bringt ebenfalls viel Erfahrung mit in die Munotstadt. Und im Mittelfeld wird Ex-YB-Star Sékou Sanogo (34) zeigen, was für ein beinharter Abräumer er ist. Fakt ist: Der neue FC Schaffhausen wird ein anderes Gesicht zeigen als noch in der Hinrunde. 

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