«Wusste, dass es kommt»
Cologna von Klaebo als Rekordsieger der Tour de Ski abgelöst

Johannes Hösflot Klaebo, einst als Sprinter in den Weltcup gekommen, ist nun auch als Allrounder ein Rekordhalter. Er gewinnt die Tour de Ski zum fünften Mal – und löst damit den Schweizer Dario Cologna ab.
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Johannes Klaebo strahlt nach seinem fünften Gesamtsieg an der Tour de Ski.
Foto: IMAGO/Bildbyran
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Der Norweger bekundete am Sonntag im Massenstart-Rennen hoch zur Alpe Cermis keine Probleme, seinen Vorsprung von über einer Minute zu verwalten. Dies, obwohl ihm der Tagessieger und Landsmann Mattis Stenshagen 59 Sekunden abnahm und den Rückstand im Overall-Klassement auf eine halbe Minute reduzierte.

Klaebo, der beste Langläufer aller Zeiten, ist nun fünffacher Sieger der Tour de Ski. Der 29-Jährige löst nach den Erfolgen in den Jahren 2019, 2022, 2023, 2025 und 2026 Dario Cologna als Rekordmann ab, der 2009, 2011, 2012 und 2018 triumphiert hatte.

Klaebo ist bestimmt ein würdiger Athlet für diese Bestmarke. Allerdings hat er in seiner Ära auch vom Ausschluss der Russen profitiert. Zudem war die diesjährige kurze Tour mit nur sechs Etappen auf eine Sprint-Affinität zugeschnitten – zwei Sprints plus ein Massenstart über 5 km, zweimal 10 km und einmal 20 km.

Cologna nimmts gelassen

Dario Cologna meinte als SRF-Co-Kommentar zum Verlust der Rekordkordmarke: «Es geht in Ordnung. Ich wusste, dass es so kommen würde und bis zum Ende von Klaebos Karriere werden wohl noch einige Siege hinzukommen.»

Noe Näff traf als 52. mit 3:13 Minuten Rückstand auf der Alpe Cermis ein, Roman Alder als 64. mit 4:39. Im Gesamtklassement verpassten die beiden die Top 50.

Im Rennen der Frauen baute Jessie Diggins ihren Vorsprung im Gesamtklassement auf 2:17 Minuten gegenüber der Österreicherin Teresa Stadlober aus. Die Amerikanerin, die zum elften Mal die Tour de Ski beendete, konnte nur durch die Norwegerin Karoline Simpson-Larsen am Etappensieg gehindert werden. Jessie Diggins holte in ihrer Abschlusssaison den dritten Gesamtsieg in diesem Etappenrennen nach 2021 und 2024.

Die Schweizer Frauen mussten auf den letzten 3,5 km mit bis zu 30 Steigungsprozenten mehr leiden als die Konkurrentinnen. Anja Weber traf als 19. mit 2:31 Minuten oben ein und belegte als beste Schweizerin im Tour-Klassement den 18. Rang. Nadine Fähndrich brach zum Schluss ein, kassierte 5:26 Minuten und fiel auf den 26. Gesamtrang zurück. Sie lag somit auch noch hinter Nadja Kälin, welche die Tour auf Platz 22 beendete.

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