Hier fährt Stroll voll in die Leitplanke
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Crash im Training:Hier fährt Stroll voll in die Leitplanke

Zweites Training ohne Regen mit drei roten Flaggen
Stroll und Albon crashten – Sauber im Mittelfeld dabei

Das Wetter narrte die Formel 1. Der angekündigte Regen blieb im zweiten Zandvoort-Training aus. Dafür mussten die 60 Minuten dreimal unterbrochen werden: Stroll und Albon crashten, Hadjar blieb liegen. Tagesschnellster: Norris vor Alonso, Piastri und Russell.
Publiziert: 17:27 Uhr
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Aktualisiert: 17:41 Uhr
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Teamkollege Oscar Piastri muss mit dem dritten Platz vorliebnehmen.
Foto: Lukas Gorys
Marco Mäder aus Zandvoort und Roger Benoit

Als das zweite Training um 16 Uhr an der Nordsee gestartet wurde, kam schon die offizielle Prognose: In 14 Minuten wird es auf dem 4,259 km langen Dünenkurs regnen. Ein Blick an den Himmel sagte was anderes …

Zwei Mercedes-Weltrekorde

Mercedes, seit 1955 und Juan Manuel Fangio noch ohne Zandvoort-Sieg, transportierte sein ganzes Auto-Material erstmals mit vollelektrischen Trucks zu einem Europa-Rennen. Der Mercedes eAcros 600 legte die 680 Kilometer lange Strecke von der Fabrik in Brackley und Zandvoort mit einem Ladestopp zurück. In nur 25 Minuten wurde die Batterie von 20 auf 80 Prozent gebracht. Das entspricht einem C02-Ersparnis von 80 Prozent im Vergleich zu den Lastwagen mit Dieselantrieb.

Und noch eine Weltbestleistung von Mercedes. George Russell und sieben weitere RennfahrerInnen rasten auf der italienischen Tempostrecke von Nardo (Region Lecce) in sieben Tagen, 13 Stunden und 24 Minuten einmal um die Erde (40'080 km). Das Auto? Ein vollelektrischer Mercedes-AMG Concept GT XX. Russell war begeistert: «Die Boxenstopps dauerten gerade mal eine Minute, um die Batterie mit 900 Kilowatt aufzuladen.»

Bleibt Mercedes Dritter?

Auf den Rennstrecken jagt der weiter vertragslose Russell 2025 den zweiten GP-Sieg nach Montreal. Aber die Konkurrenz ist mit Seriensieger McLaren für die Werks-Silberpfeile zu gross. Selbst das unbeständige Ferrari-Team liegt in der WM als Zweiter noch 24 Punkte vor Mercedes.

Doch die Deutschen hoffen ja alle auf die neue Formel 1 im Jahre 2026, wenn Motoren-Vorreiter Mercedes neben sich weiter drei Teams ausrüstet: McLaren, Williams und neu Alpine. Aston Martin wechselt exklusiv zu Honda.

Crash in der Steilwand

Das zweite Training wurde wie das erste (Antonelli im Kiesbett) bereits nach zehn Minuten mit der roten Flagge unterbrochen. Diesmal erwischte es den Sensationszweiten vom Morgen, Lance Stroll im grünen Aston Martin. Der Kanadier hatte die Steilwand zu hoch angefahren – Crash.

Die Uhr lief weiter, auch wenn die Strecke erst nach 14 Minuten freigegeben wurde. Und wo war der angekündigte Regen? Frech blickten weiter grosse blaue Flecken vom Himmel runter. Und Hadjar blieb im Racing Bulls mit einer defekten Batterie liegen.

Drei Unterbrüche, Uhr läuft

24 Minuten vor dem Ende lag Norris mit 1:09,890 vorne. Dann Alonso, WM-Leader Piastri, Russell, Verstappen, Hamilton, Tsunoda, Leclerc, Hülkenberg, Bearman und Bortoleto.

Kaum hatte man dies registriert, die nächste rote Flagge: Albon war mit dem Williams ins Kiesbett und dann in die Mauer gekracht. Und wieder liefen die Uhren weiter. Nur in der Qualifikation wird die Uhr bei einem Zwischenfall angehalten.

Bortoleto – Hülkenberg 3:0

Sauber, das auf Regen gehofft hatte und schnell auf den roten Gummi (weich) ging, blieben die Plätze 10 (Hülkenberg) und 13 (Bortoleto).

Das lässt für die Qualifikation am Samstag um 16 Uhr (ORF live) alle Türen offen. Hülkenberg schaffte es noch nie ins Top-Ten-Finale, Bortoleto schon dreimal.

Resultat 2. Training

Foto: Screenshot F1

Resultat 1. Training

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