Letzter Wüsten-Testtag vor dem WM-Start
Leclerc vorne – Haas ist König im Mittelfeld

Der letzte Teststtag in Bahrain. Und seit dem Start vor zehn Tagen hat sich kaum eine Wolke am Himmel gemeldet. Bei immer über 25 Grad. Schnellster nach den vier Stunden vor der Pause: Charles Leclerc.
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Schnellster am Freitagmorgen: Charles Leclerc im Ferrari.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Das Bild hat sich zwei Wochen vor dem WM-Start in Australien also nicht geändert. Hinter den vier Topteams fällt vor allem immer wieder ein Team auf: Haas-Ferrari. Dank des Briten Oliver Bearman bekommt das US-Team das beste Material aus Maranello (It). Bearman ist der offizielle rote Testpilot, wenn Leclerc oder Hamilton was zustossen sollte.

Ferrari verblüfft – ob es nützt?

Nur die kleinen Tricks bleiben Haas verborgen. Wie ein Leitblech am Auspuff oder der sich um 180 Grad drehende Heckflügel. Ob sie was bringen? Star-Designer Adrian Newey hat genug Probleme mit dem Aston-Martin-Honda, der Dauergast an den Boxen.

Auch Cadillac taucht immer weniger auf der Strecke auf. Da können Perez und Bottas bis Melbourne nur beten. Ohne Ferrari-Power wäre man total verloren. Und Aston-Martin-Honda ist ein Schatten seiner selbst. Honda gibt grossen Rückstand zu.

Weil die Formel 1 ohne Krach nicht gut leben kann, tauchte jetzt das Gerücht auf, dass der Mercedes-Supersprit von Petronas (muss auch von McLaren, Williams und Alpine benutzt werden) noch keine Homologation der FIA erhalten hat.

Bahrain, 3. Tag (Stand Mittagspause)
  1. Leclerc (Ferrari) 1:33,689
  2. Antonelli (Mercedes) 1:33,916
  3. Piastri (McLaren) 1:34,352
  4. Ocon (Haas) 1:34,494
  5. Hadjar (Red Bull) 1:34,511.
  6. Gasly (Alpine). 1: 34,846
  7. Lindblad (Racing Bulls) 1:35,238
  8. Sainz (Williams) 1:35,252
  9. Hülkenberg (Audi) 1:36.019
  10. Perez (Cadillac) 1:40,842
  11. Stroll (Aston Martin) keine Zeit
  1. Leclerc (Ferrari) 1:33,689
  2. Antonelli (Mercedes) 1:33,916
  3. Piastri (McLaren) 1:34,352
  4. Ocon (Haas) 1:34,494
  5. Hadjar (Red Bull) 1:34,511.
  6. Gasly (Alpine). 1: 34,846
  7. Lindblad (Racing Bulls) 1:35,238
  8. Sainz (Williams) 1:35,252
  9. Hülkenberg (Audi) 1:36.019
  10. Perez (Cadillac) 1:40,842
  11. Stroll (Aston Martin) keine Zeit

Mercedes-Chef Toto Wolff: «Ein weiterer Unsinn der Medien. Zuerst wars unser Motor, jetzt das Benzin. Am Ende tauche ich noch in den Epstein-Akten auf.» Zum Glück geht es am anderen Ende der Welt bald los. Und der Motor von Mercedes wird erst am 1. August kontrolliert, ob das Verdichtungsverhältnis von 16:1 auch bei Betriebstemperatur von 130 Grad Celsius eingehalten wird. Momentan behauptet ja die Konkurrenz, dass Mercedes das Verhältnis auf 18:1 erhöhen kann.

Start bleibt ein Problem

Auch am letzten Tag werden weitere Startübungen auf Druck der FIA durchgeführt. Am Mittag gingen nur Ocon, Piastri und Hadjar für die FIA auf die Startschulbank. Beide Versuche endeten in einem harmlosen Nichts. Das Trio fuhr brav hintereinander in die erste Kurve.

Bisher hatte Weltmeister McLaren am schlechtesten abgeschnitten. Norris blieb zweimal stehen, Piastri kam schon beim Vorstart nicht weg. Was man hier testet und einführen will: Bei der Ampel gibt es jetzt eine fünf Sekunden dauernde Wartezeit mit blauen Lichtern. Da hat jeder Zeit, den Turbo hochzudrehen, bevor die roten Lichter kommen – und das Feld auf die grüne Ampel wartet.

Audi – wohin führt der Weg?

Bei Audi hält man sich weiter bedeckt. Die Hinwiler können sich wohl kaum genug einschätzen, was die Rivalen betrifft. Es bleibt dabei: Von Rang 6 bis 9 ist alles möglich. In dieser Region gehört das neue Team auch bei den absolvierten Runden dazu.

Und für den Nachmittag hat Audi im Gegensatz zu Alpine, Aston Martin, Cadillac und Williams keine superweichen Reifen (C5) bestellt. Diese benutzt am Donnerstag schon mal Colapinto und der kam an die besten Zeiten heran. Und mit 120 Runden landete er distanzmässig hinter Verstappen (139) auf Platz zwei.

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