Darum gehts
- Ex-Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi stirbt mit 59 Jahren am Samstag
- Er gewann 2012 Paralympics-Gold und überwand schwere Schicksalsschläge
- 41 Formel-1-Rennen und 3 Medaillen bei den Spielen 2016 in Rio
Ex-Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi ist im Alter 59 Jahren verstorben. Dies gibt seine Familie in einer Mitteilung bekannt. «Alex ist friedlich eingeschlafen», heisst es in dieser. Zur Todesursache macht sie keine genaueren Angaben.. Das Leben des Italieners ist gezeichnet von Schicksalsschlägen, von denen er sich immer wieder zurückkämpfen konnte.
2001 verliert Zanardi bei einem Champ-Car-Unfall am Lausitzring beide Beine und entgeht dem Tod damals im Spital nur knapp. Trotzdem gelingt ihm das Comeback im Motorsport. Zwischen 2005 und 2009 fährt der Italiener für BMW in der DTM.
Olympia-Gold für Zanardi
Sein Debüt in der Formel 1 gibt Zanardi im September 1991 beim GP in Spanien. Während seiner Karriere absolviert der Italiener zwischen 1991 und 1996 insgesamt 41 Grand-Prix-Rennen in der Königsklasse. Zu seinen Teams gehören Jordan, Minardi, Lotus und zuletzt Williams, wo er zusammen mit Ralf Schumacher das Fahrer-Duo bildete.
2011 steigt Zanardi mit seinem Handbike in den Radsport ein. Ein Jahr später tritt der Italiener an den Paralympischen Spielen in London an und gewinnt dabei die Goldmedaille bei den Handbikes in der Klasse H4. Dafür zeichnet ihn die italienische Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» zum Sportler des Jahres aus. 2016 holt Zanardi in Rio de Janeiro drei weitere olympische Medaillen. Währenddessen beginnt der ehemalige Motorsportler, auch im Triathlon mitzumischen und nimmt mit seinem Rollstuhl an mehreren Ironman teil.
LKW-Unfall in Italien
2020 kommt Zanardi wieder beinahe ums Leben. Während eines Handbike-Rennens in Pienza stösst der Italiener mit einem Lastwagen zusammen. Er muss sich in der Folge mehreren Gehirn-OPs unterziehen.
Zwei Jahre später gerät Zanardis Haus in Brand, weshalb er wieder ins Spital musste.
Die Nachricht über das Ableben der ehemaligen Formel-1-Ikone erschüttert nicht nur die Sportwelt. Auf X reagiert Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit tiefer Trauer: «Italien verliert einen grossen Champion und einen aussergewöhnlichen Mann, der jede Prüfung des Lebens in eine Lektion über Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte.»