Die lebende F1-Legende
Alpine-Albtraum – aber Briatore spuckt Podest-Töne

Flavio Briatore ist mit allen Wassern gewaschen. Mit Alpine will er 2026 ums Podest kämpfen. Man beachte: Der französische F1-Rennstall ist momentan abgeschlagen Letzter in der Konstrukteurs-Wertung.
Publiziert: 30.08.2025 um 23:05 Uhr
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Flavio Briatore, 75-jährig – wahrlich eine lebende Formel-1-Legende.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Der Mann ist eine lebende Legende, mit einer Vergangenheit, die für mehrere Filme ausgereicht hätte. Flavio Briatore (75) passt in das vor allem frühere Bild der Formel 1. Als die Teamchefs noch Namen hatten, die alle kannten: Ken Tyrrell, Colin Chapman (Lotus), Teddy Mayer (McLaren), Bernie Ecclestone (Brabham), Ron Dennis (McLaren), Eddie Jordan, Peter Sauber oder Luca di Montezemolo (Ferrari).

Jetzt überstrahlt Briatore allein mit seinem Auftreten die neuen Chefs Toto Wolff, Fred Vasseur, Andrea Stella, Mattia Binotto oder den freigestellten Christian Horner. Sie fallen mehr durch ihre Schönredereien auf. Weil die meisten Geldgeber keine Skandale oder negativen Einflüsse akzeptieren. Das Geld der Weltfirmen regiert einen Sport ohne grosse Emotionen, aber mit viel Kälte und Politik. Und 2026 wird Mastercard mit geschätzten 100 Millionen Dollar als Titelsponsor das beste Team unterstützen – McLaren. Da kommen nur noch der saudische Ölgigant Aramco mit – als Geldmaschine von Aston Martin – sowie Milliardär Lawrence Stroll.

Crashgate, Benetton-Imperium und Tochter mit Heidi Klum

Zurück zu Briatore, der für das Crashgate 2008 in Singapur (absichtlicher Piquet-Unfall) fünf Jahre Zirkus-Verbot hatte. Der smarte Italiener, der einst das Benetton-Imperium aufbaute, Michael Schumacher zu zwei Titeln führte, mit Heidi Klum eine Tochter hat und eine Krebserkrankung überlebte, hat ein aktuelles Problem: Sein Alpine-Team ist WM-Letzter.

«Keiner will freiwillig das Schlusslicht sein», sagt Briatore, der mit mageren 20 Punkten bereits 15 Zähler Rückstand auf Haas hat. Briatore kennt die Schwachstellen: Das Auto hat 15 Kilo Übergewicht, der Renault-Motor ist drei Zehntel zu langsam. Das ist bei dem engen Mittelfeld ein grosses Handicap, ein Albtraum. 2026 kann Alpine auf den Mercedes-Motor vertrauen. Und schon kehrt der Daueroptimist Briatore zurück: «Nächstes Jahr sollten wir in der Lage sein, um das Podest zu fahren!»

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