ZSC hat Lammikko wieder
Stellt dieser Rückkehrer die ganze Meisterschaft auf den Kopf?

Massgebliche Verstärkung für die ZSC Lions für die entscheidende Phase. Während der Olympia-Pause ist mit Juho Lammikko eine Schlüsselfigur der letzten beiden Meistertitel zurückgekehrt.
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Juho Lammikko trägt wieder die Tasche der ZSC Lions.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Juho Lammikko kehrt seit 15. Februar zu den ZSC Lions zurück
  • Sein NHL-Abenteuer bei New Jersey scheiterte mit wenig Eiszeit und Tribüne
  • ZSC-Kader umfasst jetzt 8 Ausländer, nur 6 dürfen pro Spiel antreten
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Marcel AllemannReporter Eishockey

«Es fühlt sich an, wie nach Hause kommen, ich habe viele vertraute Gesichter angetroffen. Es ist schön, wieder hier zu sein», sagt Juho Lammikko (30). Seit dem 15. Februar ist der finnische Stürmer zurück in Zürich. «Jetzt sind noch einige Quali-Spiele und danach geht es mit den Playoffs los – ich freue mich riesig», so der 59-fache Nationalspieler fast schon euphorisch.

Zuvor hatte Lammikko in dieser Saison wenig Grund zur Freude. Im Sommer stieg er aus seinem noch bis 2027 laufenden Arbeitspapier mit den ZSC Lions aus – die New Jersey Devils offerierten ihm einen Einjahresvertrag.

Doch sein drittes NHL-Abenteuer nach seiner Zeit zwischen 2018 und 2022 bei Florida und Vancouver gestaltete sich für den Nordländer schwierig. Sein Platz war in der vierten Linie, bei nur wenig Eiszeit. «Du versuchst einfach, dem Team zu helfen, was auch immer die Rolle ist», sagt er.

Zuerst wenig Eiszeit, dann auf der Tribüne

Später wurde Lammikko gänzlich aus der Aufstellung der Devils gestrichen und auf die Tribüne gesetzt, anschliessend landete er ab Januar zweimal auf der Waiver-Liste, wo Spieler anderen Vereinen angeboten werden oder zur Vertragsauflösung animiert werden. Zunächst wollte der Finne zuwarten, «ich wusste ja, wann die Transferfrist endet (15. Februar; Anmerkung der Red.) und dass ich noch etwas Zeit habe». Anfangs Februar wurden dann aber Nägel mit Köpfen gemacht und die Rückkehr in seinen Europa-Vertrag beim ZSC zur Tatsache.

«Klar war ich enttäuscht, wie es für mich in der NHL gelaufen ist. Aber nun schaue ich nach vorne und bin froh, hier zu sein», sagt Lammikko. Und er habe bei New Jersey, wo seine Teamkollege von Nico Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler hiessen, durchaus auch schöne Sachen erlebt. Nicht zuletzt wegen dieses Trios, das er sehr schätzen gelernt hat.

Voll des Lobes ist er speziell über Hischier: «Ein überragender Spieler und ein hervorragender Captain.» Mit einem Schmunzeln sagt er: «Irgendwie war es ja schon witzig – ich bin aus Zürich weggegangen und hatte trotzdem wieder mit vielen Schweizern zu tun.»

Die erfolgreiche Mittelachse wieder komplett

Während Lammikko davon ausgeht, dass sich das Thema NHL nun für ihn erledigt ist, sind die ZSC Lions froh, dass er zurück ist. Mit dem Zweiwegcenter ist nicht nur ein Schlüsselspieler der letzten beiden Meistertitel wieder da, sondern auch die erfolgreiche Mittelachse (Malgin, Grant, Lammikko, Sigrist) wieder komplett. Wird er zum Mann, der die ganze Meisterschaft verändert? «So weit würde ich sicher nicht gehen, aber wir konnten in dieser Zusammensetzung erfolgreich sein und haben jetzt die Möglichkeit, zu zeigen, dass wir es erneut können. Es beginnt aber alles wieder bei null.» Da er zuletzt nicht mehr gespielt hat, muss Lammikko zunächst in Form kommen, aber hat dafür viel Benzin im Tank. «So frisch war ich zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie», sagt der Powerstürmer.

Seine Rückkehr könnte aber durchaus auch einen negativen Aspekt mit sich bringen. Durch diese figurieren im ZSC-Kader nun acht Ausländer, nur sechs können spielen. Es droht Frust bei den Überzähligen. Lammikko winkt ab: «Ich wurde im Team sehr wohlwollend empfangen. Und bald beginnen die Playoffs, da kann viel passieren und es ist gut, breit aufgestellt zu sein.»

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