TV-Kritik
SRF-Co-Kommentator Philippe Furrer kann mit den Leistungen der Nati nicht mithalten

Philippe Furrer (39) hat eine sympathische Art. Das reicht aber nicht aus, um auch ein guter SRF-Co-Kommentator zu sein, findet Daniel Leu, stellvertretender Sportchef.
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Keine Frage, Philippe Furrer hat Ahnung vom Eishockey. Als Co-Kommentator bringt er das aber zu wenig rüber.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Philippe Furrer als SRF-Co-Kommentator bei der Hockey-WM kritisiert
  • Furrer bietet wenig Mehrwert, wiederholt oft Sichtbares und Offensichtliches
  • Er muss sich mit Vorgänger Mario Rottaris messen lassen
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Daniel LeuStv. Sportchef

Philippe Furrer und ich haben zusammen 813 NL-Spiele bestritten, wurden mit dem SCB dreimal Meister, nahmen zweimal an Olympischen Spielen teil und gewannen einmal WM-Silber.

So weit die Fakten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Erfolge eher einseitig verteilt sind. Man könnte (oder müsste wohl) auch sagen, dass ich zu dieser beeindruckenden Bilanz nichts, aber auch gar nichts beigetragen habe.

Deshalb ist es nur logisch, dass Furrer auch während dieser Hockey-WM als SRF-Co-Kommentator arbeitet und nicht ich. Klingt auf den ersten Blick vernünftig, ist es aber leider aufs zweite Zuhören nicht.

Sympathisch ja, aber ...

Was sollte einen guten Co-Kommentator/Experten wie Furrer auszeichnen? Er, der intime Kenner des Schweizer Eishockeys, sollte mir als Konsumenten Einblicke in das Innenleben eines Teams geben. Er sollte mir als Laien gewisse Spielzüge erläutern und erklären. Er sollte mir als Aussenstehenden einen Mehrwert bieten.

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Doch was macht Furrer? Er erzählt, was ich selber sehe. Er ist ein Fan, was ich selber bin. Er sagt, was ich selber denke. Das zwar auf eine sympathische Art, mit einer sympathischen Stimme und einem sympathischen Dialekt. Aber das reicht noch nicht aus, um ein guter Co-Kommentator zu sein.

Kein Vergleich zu Billeter/Rottaris

Erschwerend hinzu kommen noch zwei weitere Dinge. Erstens: Mit Kommentator Reto Müller hat SRF bereits einen Fanboy am Mikrofon. Die zwei sind sich deshalb zu ähnlich. Zu wenig Ying und Yang. Dafür zu viel Bla und Bla.

Und zweitens: Furrer muss sich natürlich auch an seinem Vorgänger Mario Rottaris messen lassen, der bis 2021 SRF-Co-Kommentator war und dann unsanft abgesetzt wurde. Ja, auch Rottaris war kein Mann der lauten und polarisierenden Töne. Doch Rottaris brillierte durch Sprachwitz und Fachkompetenz, die er rüberbringen konnte, und harmonierte einst perfekt mit Kommentator Jann Billeter.

Des Rätsels Lösung wäre übrigens einfach und läge verlockend nahe. An der diesjährigen WM steht für SRF auch Félicien Du Bois im Einsatz, allerdings nicht während den Schweizer Spielen. Doch der gebürtige Neuenburger punktet trotz vermeintlicher Sprachbarriere mit Eloquenz und Fachwissen und gehört deshalb eigentlich in die erste Reihe.

Fazit: Während die Schweizer Nati auf dem Eis auch in diesem Jahr schon einige Glanzpunkte setzen konnte, hat Philippe Furrer noch Luft nach oben.

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