Das Team Canada steckt in einer Spengler-Cup-Krise. Etwas, das die stolzen Ahornblätter besonders schmerzt, sind sie doch mit 16 Turniertiteln Co-Rekordsieger mit dem HC Davos. Nach der 1:5-Niederlage gegen Sparta Prag im Viertelfinal ist klar: Auch dieses Jahr findet das Endspiel am 31. Dezember ohne Beteiligung der Kanadier statt.
Weniger als 24 Stunden nach der 1:4-Pleite im letzten Gruppenspiel gegen Davos wirkt das Team Canada erstaunlicherweise zunächst frischer als der tschechische Gegner, der am Sonntag eine Pause genoss. Allerdings wird den 6267 Fans lange Zeit kein Eishockey-Spektakel geboten.
Erst im Schlussdrittel fallen Tore. Prag legt dank Martins Dzierkals vor (47.). Und reagiert umgehend auf den kanadischen Ausgleich durch Matthew Peca (54.), der davon profitiert, dass nach seiner Puckabgabe die Scheibe vom Schlittschuh von Jakub Krejcik abgelenkt wird – Filip Chlapik erzielt in der 55. Minute den Game-Winner zum 2:1. Dabei erfolgt die Rettungstat des kanadischen Verteidigers Nolan Allan um wenige Sekundenbruchteile zu spät, der Puck hat die Linie bereits vollständig überquert. Zwei Tore ins verlassene Gehäuse und ein Treffer von David Nemecek zwei Sekunden vor der Schlusssirene besiegeln anschliessend das kanadische Schicksal.
So fordert am Dienstag Sparta Prag im Halbfinal die US-College-Auswahl heraus, während für das Team Canada das Turnier bereits vorbei ist. Seit 2019 haben die Kanadier das Endspiel an Silvester nicht mehr erreicht. 2020 und 2021 fiel der Anlass der Covid-Pandemie zum Opfer. 2022 war ebenfalls bereits im Viertelfinal Schluss, 2023 und 2024 scheiterten die Nordamerikaner jeweils in der Runde vor dem Titel-Showdown.
Fans: 6267 (ausverkauft).
Tore: 47. Dzierkals (Irving, K. Hrabik) 1:0. 54. Peca (Seney, Brouillard) 1:1. 55. Chlapik (Vesalainen) 2:1. 59. Dzierkals (Raska) 3:1 (ins leere Tor). 60. Vesalainen 4:1 (ins leere Tor). 60. Nemecek (Sirota) 5:1.


