Heissester Mann auf dem Transfermarkt
Lugano baggert an SCB-Andersson

Vor drei Wochen spannte Lugano dem SCB Mark Arcobello aus. Jetzt buhlen die Tessiner um Calle Andersson.
Kommentieren
1/7
Wild umworben: SCB-Verteidiger Calle Andersson.
Foto: keystone-sda.ch
Stephan Roth und Angelo Rocchinotti

Mit dem Preisschild von 800'000 Franken Jahreslohn (brutto) soll Calle Andersson (25), dessen Vertrag beim SC Bern im Sommer ausläuft, auf dem Markt angeboten werden. Würde die Information nicht von einer Quelle stammen, die höchst seriös ist, würde man solche Zahlen sofort ins Reich der Märchen verbannen. Sollte tatsächlich ein Klub bereit sein, einen solchen Lohn zu bezahlen, würde der Schwede mit Schweizer Lizenz zu den bestbezahlten Spielern der Liga aufsteigen.

Dem Vernehmen nach ist es vor allem der HC Lugano, der neben dem SC Bern um die Unterschrift des Verteidigers buhlt. Sportchef Hnat Domenichelli hat dem Meister bereits den Amerikaner Mark Arcobello mit einem Dreijahres-Vertrag ausgespannt.

Markt ist trocken

Auch wenn die Tessiner mit Romain Loeffel bereits einen Mann an der blauen Linie unter Vertrag haben, der zwar über einen guten Schuss und Qualitäten fürs Powerplay verfügt, aber auch immer wieder mit Fehlern in der Defensive, grosser Risikobereitschaft und gefährlichen Puckverlusten auffällt.

Letzte Saison war Andersson (33 Punkte) vor Loeffel (32) der beste Skorer unter den Verteidigern. Dabei profitierte der Sohn von Ex-Lugano-Star Peter Andersson, der vor seinem Abstecher nach Nordamerika 2014/15 30 Spiele für die Bianconeri bestritt, auch vom Ausfall von Top-Verteidiger Ramon Untersander.

Die fragile Gesundheit von Untersander dürfte auch ein Grund dafür sein, dass der SCB Andersson unbedingt halten will. Zudem ist der Verteidiger-Markt auch diesmal wieder trocken. Selbst Abwehrspieler ohne grosse Namen werden von Top-Klubs umgarnt.

Andersson: «Weiss es nicht.»

Bleibt Andersson? «Ich weiss es nicht im Moment. Wir diskutieren, werden die Gespräche fortsetzen und sehen dann, was passieren wird. Ich kann es wirklich nicht sagen heute», sagt der 25-Jährige.

Spielt es eine Rolle, dass Trainer Kari Jalonen – unter dem Finnen machte Andersson riesige Fortschritte – jüngst seinen Vertrag verlängert hat? «Kari will die Meisterschaft gewinnen und weiss, was es braucht. Das ist wichtig. Er ist ein sehr erfahrener und guter Trainer», sagt Andersson. «Wir werden sehen.»

Der Schwede will sich im November entscheiden.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
44
57
96
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
45
44
86
3
HC Lugano
HC Lugano
45
30
78
4
ZSC Lions
ZSC Lions
44
25
77
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
45
7
77
6
Lausanne HC
Lausanne HC
45
18
73
7
EV Zug
EV Zug
44
-15
64
8
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
45
-17
64
9
SC Bern
SC Bern
44
-8
61
10
SCL Tigers
SCL Tigers
45
1
61
11
EHC Biel
EHC Biel
44
-17
58
12
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
45
-41
52
13
EHC Kloten
EHC Kloten
44
-23
50
14
HC Ajoie
HC Ajoie
45
-61
39
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen