Hier wird Suri gegen den Kopf gecheckt
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SCB-Almquist teilt aus:Hier wird Suri gegen den Kopf gecheckt

Dinos Check
Hysterie nach Arschbombe

Playoffs – da schaut nicht nur der Hardcore-Fan Eishockey. Benimmt sich dann einer daneben, gibts gleich einen Shitstorm.
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Reto Suri (r.) war das Opfer von Almquists Arschbombe.
Foto: Keystone
Dino Kessler

Hat in diesem Jahr lange gedauert, bis einer die Grenzen überschreitet. Die Eishockeygemeinde ist ja immer hin- und hergerissen in dieser Phase der Meisterschaft, einerseits möchte man a) die Besonderheiten des Eishockeys in ein breiteres Schaufenster stellen, andererseits lauert exakt dabei die Gefahr, dass die Sportfreunde in der Hitze der Playoffs die Nerven verlieren und so b) ein paar Stubenhocker verschreckt werden, die sich Eishockey nur im Frühling ansehen. Und dann wird es, sagen wir mal: kompliziert.

Selbstverständlich war Adam Almquists (Bern) Angriff auf Reto Suri (Zug) kein regulärer Check, natürlich gehörte er für diese seitlich eingesprungene Arschbombe gegen Suris Kopf vom Eis gestellt und selbstredend soll er dafür auch gesperrt werden (hat die Ligajustiz alles erfüllt). Aber muss man deswegen gleich eine öffentliche Steinigung fordern, das Regelbuch umschreiben oder den Sport abschaffen?

Die Hysterie, mit der nun die Diskussion um diese etwas ausser Kontrolle geratene Spielsituation teilweise geführt wird, entspricht vollkommen dem Zeitgeist. Dass sich auch mit dem Sport vertraute Beobachter davon mitreissen lassen, ebenfalls. Entrüstung als Dauerzustand, alle sind permanent erregt. Dass die Moralapostel dabei von den Anhängern der einen Seite unterstützt werden, ist nur logisch: so funktioniert Fanatismus.

Die Fakten: In Fachkreisen gehören (selbst sauber ausgeführte) Frontalangriffe gegen die Laufrichtung eines Angreifers seit längerer Zeit zum Alteisen, unter dem aktuellen Tempodiktat sind solche Chargen zu unberechenbar – und vor allem: zu gefährlich. Verboten sind Open-Ice-Checks allerdings nicht. Und das ist gut so: Das Spiel reinigt sich aufgrund der Entwicklung oder nach regeltechnischen Anpassungen meist selbst (siehe: Alteisen). In der Zwischenzeit gilt: Nicht durchdrehen.  Vielleicht wird es ja noch schlimmer.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
51
68
114
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
51
45
97
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
51
8
88
4
ZSC Lions
ZSC Lions
51
30
88
5
HC Lugano
HC Lugano
51
27
86
6
Lausanne HC
Lausanne HC
51
19
84
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
51
-8
78
8
EV Zug
EV Zug
51
-16
75
9
SC Bern
SC Bern
51
-9
68
10
EHC Biel
EHC Biel
51
-19
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
51
-5
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
51
-19
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
51
-45
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
51
-76
40
Playoffs
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