Das meint BLICK zum neuen HCD-Coach
Wohlwend ist für den HCD wohltuend

Der HC Davos hat einen neuen Trainer. Es ist Christian Wohlwend. Eine gute Wahl, findet BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.
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In den letzten drei Jahren führte Christian Wohlwend die U20-Nati dreimal in die Viertelfinals und im letzten Jahr gar in den Halbfinal.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Christian Wohlwend ist kein Leisetreter. Im Gegenteil. Der bisherige U20-Nati-Coach, Assistent von Patrick Fischer und künftige Davos-Trainer ist einer, der auch einmal die Klappe aufreisst. Vorsichtiges Abwägen und ängstliches Taktieren sind nicht sein Ding.

Wer den 42-Jährigen deshalb unterschätzt, macht einen Fehler. Wohlwend hat seine Trainerkarriere beharrlich vorangetrieben, sich stets weiterentwickelt. Er muss und wird dies auch weiterhin tun.

Schweizer Trainer, die so konsequent auf die Karte Eishockey setzen, sind leider immer noch eine Rarität. Viele scheuen das Risiko, weil die Anzahl an Trainer-Jobs doch sehr begrenzt ist. Andere machen sich es aber auch zu einfach und investieren zu wenig in die Laufbahn an der Bande.

So wie Wohlwend neben dem Eis auftritt, spielte meist auch seine U20-Nati. Ohne Komplexe und ohne Angst. Frisch. Frech. Wohltuend.

Wer so wie der leidenschaftliche Engadiner auftritt, wird sich auch einmal den Kopf anstossen oder auf die Schnauze fallen. Das gehört aber dazu. Wenn man Spitzensport betreibt, kommt man mit der Einstellung der Schadensminimierung nie ganz nach oben.

Wohlwend wird der Liga gut tun. Der junge Schweizer Trainer wird frischen Wind bringen. Und genau das braucht auch der HC Davos, wenn er nicht an Bedeutung verlieren will.

Mit dem neuen Sportchef Raeto Raffainer und Wohlwend werden in Davos nun Leute am Werk sein, die nicht nicht nur in ausgetrampelten Pfaden gehen.

Dass mit Wohlwend ein Verbandstrainer den Sprung in die National League geschafft hat, ist auch eine Auszeichnung für die Arbeit bei Swiss Ice Hockey. Aber es sind auch herbe Verluste. Da kann man nur hoffen, dass nach Raffainers Abgang im gleichen Stil weitergearbeitet wird. Doch es ist zu befürchten, dass unter dem Druck der Klubs nur noch Ja-Sager geduldet werden.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
47
62
105
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
48
44
91
3
ZSC Lions
ZSC Lions
47
28
83
4
HC Lugano
HC Lugano
47
33
82
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
47
0
77
6
Lausanne HC
Lausanne HC
47
20
77
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
47
-11
70
8
EV Zug
EV Zug
47
-18
67
9
SC Bern
SC Bern
47
-5
65
10
SCL Tigers
SCL Tigers
47
3
64
11
EHC Biel
EHC Biel
47
-21
61
12
EHC Kloten
EHC Kloten
47
-22
55
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
47
-43
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
48
-70
39
Playoffs
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