«Manchmal ergibt Eishockey keinen Sinn»
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ZSC-Coach Grönborg nach Pleite:«Manchmal ergibt Eishockey keinen Sinn»

Zuger zweifelten nie an ihren Fähigkeiten
EVZ vor historischem Titel

Die Zuger hatten nur eine einzige Option: Gewinnen. Dass sie das nun schon dreimal in Folge taten, ist beeindruckend, schreibt Blick-Reporterin Nicole Vandenbrouck in ihrem Kommentar.
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Der Mann des sechsten Finalspiels: Leonardo Genoni.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
Nicole Vandenbrouck

Die verbalen Messer waren bereits gewetzt, um dem Titelverteidiger EVZ die 0:4-Finalblamage um die Ohren zu hauen. Die Meister-Zigarren lagen schon bereit in Zürich. Doch die Zuger schafften, was nur die wenigsten für möglich hielten: Drei Meisterpucks haben sie abgewehrt und nun zum 3:3 in dieser Wahnsinns-Serie ausgeglichen – das gabs noch nie.

Besorgt waren die Zuger über den Rückstand nie – im Bewusstsein, dass sie die engen, umkämpften ersten drei Spiele genauso gut hätten gewinnen können. Sie kennen sowohl ihr Potenzial wie auch ihre Fähigkeiten ganz genau. Und zweifelten nie daran.

Auch unter Druck bleibt der Kopf frei

Trainer Dan Tangnes hat in den letzten vier Jahren gute Gewohnheiten (eines seiner Lieblingswörter) im Team und dessen Spiel etabliert, auf die die Spieler instinktiv zurückgreifen, wenns brenzlig, eng oder schwierig wird. So bleibt auch unter Druck der Kopf frei – womit wir beim Thema wären: Die mentale Stärke der Zuger in einer Situation, in der die einzige Option der Sieg ist, hat selbst Erfolgs- und Meistercoach Tangnes beeindruckt.

Für ihn atypische Linienumstellungen brachten die Zuger in die Spur, weil sie bedingungslos darauf vertrauen, dass Tangnes so die Mannschaft noch stärker machen will. Hinzu kommt der ebenso bedingungslose Willen, zusammen Grosses zu schaffen. Zum Beispiel die erst dritte Titelverteidigung in diesem Jahrtausend nach Bern (2017) und Zürich (2001). Oder gar Historisches: Gewinnen sie auch am Sonntag, würde erstmals in der Schweizer Hockey-Geschichte noch ein Final nach einem 0:3-Rückstand gedreht werden.

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Marco Bayer, ZSC Lions (2.v.r.): 2025.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
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