Saraults Debüt an Tigers-Bande
«Wir hatten kein Benzin mehr im Tank»

Die Heimfahrt von Rappi nach Langnau verbringt der neue Tigers-Trainer Yves Sarault (49) mit Video-Studium. Um gegen die Lakers zurückschlagen zu können.
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Ja genau, fünf Tore haben wir bekommen, scheint der neue Langnau-Trainer Yves Sarault hier anzuzeigen.
Foto: keystone-sda.ch
Nicole Vandenbrouck

Nicht mal 48 Stunden nach dem Anruf der SCL Tigers steht Yves Sarault als deren neuer Trainer an der Bande. Und sieht, wie sein Team gegen den SCRJ auf bestem Weg zum ersten Sieg nach sieben Pleiten in Folge ist. Seine Vorgabe im etwas angepassten System war: «Mehr Druck im Forechecking. Das kostet zwar etwas mehr Energie. Aber die Gegner müssen dann auch mehr Energie aufwenden, um sich aus unserem Druck zu lösen.»

Der Plan geht 50 Minuten lang auf. Danach vergibt sein Team den Sieg durch «einige Positionsfehler in der Defensive und panische Aktionen». Doch Sarault ist zuversichtlich. «Wenn wir unsere Energie besser haushalten und gewöhnt sind, mit diesem Tempo zu spielen, geht das auch über 60 Minuten. Das Herzblut war da bis zum Ende, aber kein Benzin mehr im Tank.»

«Gleich wieder zuschlagen»

Den Heimweg aus Rappi ins Emmental verbringt Sarault mit Videostudium. «Wir wollen positives Feedback rauspicken, damit wir gleich wieder zurückschlagen können.» Heute empfangen die SCL Tigers die Lakers – zur Revanche?

Nebst der sportlichen Zuversicht ist Sarault einfach nur glücklich, wieder an der Bande stehen zu können. Am 22. Januar 2021 übernahm der Kanadier Swissligist Visp, nachdem Matti Alatalo gefeuert worden war. Nach der letzten Saison blieb Sarault in der Schweiz – und übernahm am Sonntag die SCL Tigers. Der 49-Jährige wohnt in der Region Lausanne – ohne seine Frau und die beiden erwachsenen Kinder, die in Kanada sind. «Die Schweiz ist meine Heimat geworden. Hier kennt man mich, was das Hockey und Coaching betrifft.» Hier wollte er wieder einen Job.

Jener in Langnau soll eine Win-Win-Situation werden. «Das Team und ich, wir sitzen im gleichen Boot. Wir wollen uns beweisen. Dass wir hierher gehören, dass wir den Job gut machen können.» Er wolle dem Team helfen – und das Team helfe vielleicht ihm. Sarault fühlt sich privilegiert, als Headcoach eines NL-Teams an der Bande stehen zu können. Dies tat er erst während 120 Tagen bei Lausanne, als er Dan Ratushny (Ka) interimistisch ersetzte.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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