Röstigraben-Duell – das Blick-Wortgefecht
«Die Physis könnte den Ausschlag für Lausanne geben»

Die Hockey-Reporter Stephan Roth und Grégory Beaud kreuzen während des Playoff-Finals verbal die Klingen. Zum Auftakt hat der Kollege aus der Romandie das letzte Wort.
Publiziert: 16.04.2024 um 13:56 Uhr
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Aktualisiert: 17.04.2024 um 09:49 Uhr
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Beim letzten Direktduell dominierten die ZSC Lions (im Bild Jesper Frödén gegen Kevin Pasche) das Spiel gegen Lausanne, gewannen aber lediglich 3:1.
Stephan Roth, Stv. Leiter Eishockey-Ressort Blick, Zürich.
Ringier Medien Schweiz
Ohne Lausanne-Blitzstart wird es eine kurze Serie

Als der ZSC und Lausanne zum letzten Mal in der Qualifikation gegeneinander spielten, sass ich auf der Pressetribüne in Bern neben Dir und Du hattest die Übertragung des Spiels in Zürich auf Deinem Laptop. Jedes Mal, wenn ich rüberschielte, sah ich, dass es vor dem Tor von Lausanne-Goalie Pasche brannte. Am Schluss gewannen der ZSC 3:1. Nur 3:1, trotz 39:12 Schüssen aufs Tor. Wenn ich sehe, wie die Zürcher in den Playoffs spielstarke Teams wie Biel und Zug im Griff hatten, sehe ich für das Team von Geoff Ward nur eine Chance: einen Blitzstart. Wenn Lausanne erst in den Final reinschnuppern will und nicht gleich voll aufs Gaspedal steigt und den ZSC im ersten Spiel überrumpelt, wird es eine kurze Serie und wir können uns in den Reisebüros umschauen, wie wir die Zeit bis zur WM überbrücken.

Stephan Roth, Stv. Leiter Eishockey-Ressort Blick, Zürich.
Ringier Medien Schweiz

Als der ZSC und Lausanne zum letzten Mal in der Qualifikation gegeneinander spielten, sass ich auf der Pressetribüne in Bern neben Dir und Du hattest die Übertragung des Spiels in Zürich auf Deinem Laptop. Jedes Mal, wenn ich rüberschielte, sah ich, dass es vor dem Tor von Lausanne-Goalie Pasche brannte. Am Schluss gewannen der ZSC 3:1. Nur 3:1, trotz 39:12 Schüssen aufs Tor. Wenn ich sehe, wie die Zürcher in den Playoffs spielstarke Teams wie Biel und Zug im Griff hatten, sehe ich für das Team von Geoff Ward nur eine Chance: einen Blitzstart. Wenn Lausanne erst in den Final reinschnuppern will und nicht gleich voll aufs Gaspedal steigt und den ZSC im ersten Spiel überrumpelt, wird es eine kurze Serie und wir können uns in den Reisebüros umschauen, wie wir die Zeit bis zur WM überbrücken.

Grégory Beaud, Reporter bei Blick.ch/fr, Lausanne.
GABRIEL MONNET
Die Physis könnte den Ausschlag für Lausanne geben

Ich teile Deine Einschätzung zu den Auftritten von Lausanne gegen den ZSC in der Qualifikation. Und ich will nicht lügen: Wenn ich mein letztes Geld setzen müsste, würde ich es in Zürich investieren. Wie Du auch, denke ich. Doch es gibt eine grosse Differenz zwischen dem LHC der Regular Season und jenem der Playoffs. Das aktuelle Team ist viel mehr bereit für die Playoffs als jenes, das Du auf meinem Laptop gesehen hast. Für mich ist es die Physis, die das Pendel auf die Seite von Lausanne ausschlagen lassen könnte. Dabei können die Löwen aus der Romandie auf Michael Raffl zählen, der in der Lage zu sein scheint, die ganze Equipe auf seinen Schultern zu tragen. Kann Zürich mit einem robusten Team mithalten? Aufgrund von dem, was man gegen Zug gesehen hat: ja. Aber Lausanne ist eine grössere Herausforderung.

Grégory Beaud, Reporter bei Blick.ch/fr, Lausanne.
GABRIEL MONNET

Ich teile Deine Einschätzung zu den Auftritten von Lausanne gegen den ZSC in der Qualifikation. Und ich will nicht lügen: Wenn ich mein letztes Geld setzen müsste, würde ich es in Zürich investieren. Wie Du auch, denke ich. Doch es gibt eine grosse Differenz zwischen dem LHC der Regular Season und jenem der Playoffs. Das aktuelle Team ist viel mehr bereit für die Playoffs als jenes, das Du auf meinem Laptop gesehen hast. Für mich ist es die Physis, die das Pendel auf die Seite von Lausanne ausschlagen lassen könnte. Dabei können die Löwen aus der Romandie auf Michael Raffl zählen, der in der Lage zu sein scheint, die ganze Equipe auf seinen Schultern zu tragen. Kann Zürich mit einem robusten Team mithalten? Aufgrund von dem, was man gegen Zug gesehen hat: ja. Aber Lausanne ist eine grössere Herausforderung.

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