Sieg aus der Hand gegeben
Jetzt sind die ZSC Lions unterirdisch

Die ZSC Lions führen zwar zweimal, aber kassieren gegen die SCL Tigers die nächste Pleite.
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Dario Rohrbach (l.) avanciert in der Overtime zum Matchwinner gegen die ZSC Lions.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Am 16. September haben die ZSC Lions gegen die SCL Tigers mit 1:2 verloren. Damals war das eine Randnotiz, der Doppelmeister war zuvor mit drei Siegen in die Saison gestartet und da die drei Punkte den mit bescheidenen Mitteln operierenden Emmentalern zu überlassen, hatte fast schon Charme.

Inzwischen hat der Wind in Zürich gedreht. Die Lions durchleben bereits ihre zweite heftige Krise diese Saison, aus den letzten fünf Spielen resultierten lediglich drei Punkte. In der Tabelle liegt die in der Theorie beste Mannschaft der Liga auf dem für sie unterirdischen 8. Rang. Eine weitere Pleite gegen eine Mannschaft der Kragenweite der SCL Tigers ist derzeit schlicht nicht mehr tolerierbar – und schon gar nicht vor eigenem Anhang.

Diese grosse Drucksituation ist den ZSC Lions, die ohne den verletzten Malgin auskommen müssen, aber dafür wieder auf Grant zählen können, absolut anzumerken, sie starten verkrampft. Langnau ist zunächst die bessere Mannschaft. Fast aus heiterem Himmel kommt das 1:0 durch Lehtonen, was kurzfristig für etwas Aufwind sorgt. Aber nur, bis ausgerechnet der beim ZSC vor zwei Jahren ausgemusterte Bachofner zum 1:1 trifft.

Da ist die Verunsicherung zurück und jegliche Souveränität wieder weg. Die Zürcher erarbeiten sich mit der Zeit zwar ein Chancenplus, aber es bleibt gegen die gut strukturieren Langnauer ein Riesenknorz. Andrighetto bringt den ZSC zwar in Führung, aber Julian Schmutz gleicht wieder aus. Und dann schlägt Rohrbach in der Verlängerung zu, als Andrighetto auf der Strafbank sitzt.

Nicht nur die Tabellenlage, auch die Spiele des ZSC sind mittlerweile unterirdisch. Und für Trainer Marco Bayer wird es erneut ungemütlich. Unschön ist das alles vor allem für Captain Geering, der vor dem Spiel für sein 1000. Spiel vom Freitag geehrt wird, aber nun intern und extern als Krisenmanager gefragt ist.

Fans: 11 559

Tore: 8. Lehtonen (Riedi) 1:0. 12. Bachofner (Lehmann, Salzgeber) 1:1. 49. Andrighetto (Frödén) 2:1. 59. J. Schmutz (Salzgeber, Bachofner) 2:2. 63. Rohrbach (Riikola/PP) 2:3.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
15
29
39
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
SC Bern
SC Bern
14
6
25
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
16
-9
24
6
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
HC Lugano
HC Lugano
15
-4
19
12
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
Playoffs
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Relegation Play-Offs
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