Im Duell der letztjährigen Playoff-Finalisten ist viel Zunder drin: Bereits im Startdrittel kommt es zu mehreren Rudelbildungen. Besonders folgenreich ist diejenige in der 16. Minute, als mit Vouardoux und Andreoff gleich Spieler beider Teams auf die Strafbank müssen – Andreoff gar für 2+2 Minuten, womit Lausanne in Überzahl spielen kann. Dies können die Gäste aber ebenso wenig ausnutzen wie der ZSC wenig später, als Oksanen wegen eines hohen Stocks in der Kühlbox sitzt.
Zu diesem Zeitpunkt dürfte dies die Zürcher weniger gestört haben als ihre Gegner, denn: Sie liegen nach 20 Minuten mit 1:0 in Führung, weil Grant bereits in der 2. Minute viel Platz in der gegnerischen Zone gewährt wird und der Kanadier diesen eiskalt zur frühen Führung ausnutzt. Auch im Nachgang bleibt der ZSC gefährlicher: Kukan trifft den Pfosten, während Malgin beim Eins-gegen-Eins an Lausanne-Keeper Hughes hängenbleibt – das gleiche Schicksal erleidet Olsson nach 36 Minuten.
Und Lausanne? Tut sich in den ersten 40 Minuten in der Offensive sehr schwer. Erst gegen Ende des Mitteldrittels können sie längere Druckphasen vorweisen. Zehnder schiebt den Puck aber knapp am Tor vorbei, weshalb die Gäste mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause gehen.
Dies ändert sich kurz nach Beginn des Schlussdrittels: Nach einem langen Powerplay – davon über eine Minute mit zwei Spielern mehr – netzt Niku mit einem Schuss von der blauen Linie ein. Weil vor allem der ZSC danach gute Chancen liegen lässt, geht das Spiel in die Verlängerung.
Dort spricht die Statistik klar für die Waadtländer: Lausanne hat in dieser Saison alle seine Overtime-Entscheidungen gewonnen, der ZSC alle verloren. Und dabei bleibt es auch nach diesem Sonntag: Zwar verpassen die Lausanner in den letzten Minuten der Verlängerung in Überzahl die Entscheidung, reüssieren dann aber wenig später im Penaltyschiessen: Caggiula und Brännström sorgen mit ihren Treffern für den Sieg. Die zweitplatzierten Waadtländer halten den ZSC in der Tabelle somit auf Distanz.
Fans: 12'000
Tore: 2. Grant (Hollenstein) 1:0. 45. Niku (Fuchs, Oksanen/PP) 1:1. Penaltytore: Aberg (ZSC), Caggiula, Brännström (beide Lausanne).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 52 | 71 | 117 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 52 | 46 | 100 | |
3 | Genève-Servette HC | 52 | 15 | 91 | |
4 | ZSC Lions | 52 | 32 | 91 | |
5 | HC Lugano | 52 | 30 | 89 | |
6 | Lausanne HC | 52 | 18 | 85 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 52 | -4 | 81 | |
8 | EV Zug | 52 | -19 | 75 | |
9 | SC Bern | 52 | -10 | 68 | |
10 | EHC Biel | 52 | -22 | 67 | |
11 | SCL Tigers | 52 | -7 | 64 | |
12 | EHC Kloten | 52 | -26 | 63 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 52 | -49 | 59 | |
14 | HC Ajoie | 52 | -75 | 42 |

