Der EHC Biel holt im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Christian Dubé einen wilden 5:4-Spektakelsieg gegen die SCRJ Lakers. Es macht den Strichkampf noch spannender.
Schon die Startphase hat es in sich. Stampfli bringt Biel mit seinem ersten Saisontor in Führung, ermöglicht hat ihm diesen Sever mit einem Zuckerpass. Rappis Hofer kann darauf mit dem Ausgleich reagieren, doch Jelovac nimmt den Lakers das Momentum sogleich wieder, indem er Sablatnig mit einem völlig unnötigen Crosscheck gegen den Kopf niederstreckt. Dadurch ist dann Biels Hofer in Überzahl am Zug, schiebt nach brillanter Vorarbeit von Sylvegaard ein.
Als Nächstes gerät Biels Verteidiger-Juwel Dionicio in den Fokus, der sich permanent zwischen Genie und Wahnsinn bewegt. Das 1:0 hatte er mit einem smarten Vorstoss noch eingeleitet, beim Ausgleichstreffer der Lakers zum 2:2 lässt sich Dionicio an der Bande von Dünner abkochen, der dann für Torschütze Lammer auflegt. Und ein Missverständnis zwischen Dionicio und Zryd steht auch am Ursprung der neuerlichen Führung der Lakers (3:2), Honka nutzt den Lapsus aus. Kurzzeitig erhält Dionicio anschliessend von Neo-Trainer Dubé eine schöpferische Pause, doch im Schlussdrittel bringt er ihn wieder. Zur Ankurbelung des Offensivspiels ist Dionicio unverzichtbar.
Honka legt sich derweil nach seinem Treffer mit dem Bieler Publikum an. Was unsportlich ist, aber zu diesem hitzigen Strichkampf passt. Zuvor hatte Biel-Verteidiger Grossmann wie von Sinnen auf Rappi-Stürmer Wetter eingeprügelt, nachdem dieser seinem Tor und Torwart Säteri zu nahe gekommen war. Wetter trug eine blutige Nase davon.
Eishockey gespielt wurde aber auch noch. Und wie! Kneubuehler gleicht die Verhältnisse mit dem 3:3 wieder aus, ehe sich in der Schlussphase die Ereignisse überschlagen. Lammer gelingt mit seinem zweiten Tor der vermeintliche Siegtreffer (57.), doch Biels Captain Haas hat mit einem strammen Schuss nochmals eine Antwort. Und es kommt für die Seeländer noch besser: Cajka trifft in Überzahl (Rask nimmt zur Unzeit eine Strafe) doch tatsächlich noch zum 5:4.
Dieser Dreier, der erste unter dem neuen Trainer Christian Dubé, ist für Biel enorm wichtig, um im Play-In-Kampf dranzubleiben. Die Lakers könnten dagegen durch die vierte Niederlage aus den letzten fünf Spielen nochmals selbst in den Strichstrudel geraten – der in der ersten Saisonhälfte erarbeitete Vorsprung auf Rang 11 schmilzt wie Butter an der Sonne.
Fans: 6033
Tore: 7. Stampfli (Sever, Dionicio) 1:0. 11. V. Hofer (Taibel, Albrecht) 1:1. 16. F. Hofer (Sylvegaard, Cajka/PP) 2:1. 21. Lammer (Dünner) 2:2. 30. Honka (Strömwall) 2:3. 40. Kneubuehler (Haas, Sylvegaard) 3:3. 57. Lammer (Dünner, Honka/PP) 3:4. 58. Haas (Strafe gegen SCRJ Lakers angezeigt) 4.4. 59. Cajka (Sylvegaard/PP) 5:4.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 42 | 53 | 90 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 43 | 41 | 81 | |
3 | Genève-Servette HC | 43 | 10 | 76 | |
4 | HC Lugano | 43 | 27 | 75 | |
5 | ZSC Lions | 43 | 23 | 74 | |
6 | Lausanne HC | 45 | 18 | 73 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 43 | -12 | 64 | |
8 | EV Zug | 43 | -12 | 64 | |
9 | SCL Tigers | 44 | 2 | 60 | |
10 | SC Bern | 43 | -9 | 59 | |
11 | EHC Biel | 43 | -20 | 55 | |
12 | EHC Kloten | 43 | -21 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 42 | -42 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 44 | -58 | 39 |




