Nach sieben Partien in acht Tagen bekam Spengler-Cup-Sieger Davos einen spielfreien Sonntag und Montag. Doch dieses Geschenk ist den Bündnern nicht gut bekommen, gleich vier Spieler (Tambellini, Gredig, Parrée, Nussbaumer) melden sich krank ab. Und so werden beim Auswärtsspiel in Biel einerseits die Verbliebenen erst recht gefordert und andererseits spezielle Massnahmen nötig.
Verteidiger Barandun wird kurzerhand zum Stürmer umfunktioniert und dazu kommt der 18-jährige Niklas Aebli, der Liga-Topskorer in der U21-Meisterschaft, zu seinem Debüt in der National League. Biel kann derweil wieder auf seine von der U20-WM zurückgekehrten Jungstars Neuenschwander und Blessing zählen.
Durch ein kurioses Tor von Asplund geht der HCD in Führung, als Goalie Janett etwas gar hektisch vor seinem Tor herumhüpft und sich anschliessend Captain Haas vergebens als Goalie versucht. Biel ist mit dem souveränen Tabellenführer mehrheitlich auf Augenhöhe, stellt sich aber durch ein liederliches Powerplay selbst vor Probleme. Denn Davos erspielt sich mit seinen Kontern die gefährlicheren Chancen.
Dies lässt die Bündner etwas beim vierten Unterzahlspiel übermütig werden, und als dann Fora nach einem Pfostenschuss von Stransky den zurückprallenden Puck nicht behändigen kann, wird der HCD in Unterzahl von Biel ausgekontert – Hofer trifft mittels Solovorstoss. Und jetzt schauen die Davoser, die zuvor mehrfach in Unterzahl das 2:0 vergeben haben, ziemlich dämlich aus der Wäsche.
Aber dem Spiel tut der Ausgleich durchaus gut. Und dann haben Sylvegaard und Stampfli in der 48. Minute Lust auf eine Doppelpass-Show, die der Erstgenannte souverän mit dem 2:1 abschliesst. In dieser Phase wird offensichtlich, wer über mehr Energie verfügt, und dies sind die Seeländer. Als Andersson auf 3:1 erhöht, scheint die Lage für Davos aussichtslos.
Doch dann kommt Verteidiger-Juwel Dionicio, der neben viel Genialität auch immer wieder Undiszipliniertheiten zeigt, auf die suboptimale Idee, Lemieux hinter dem Tor umzureissen. Dieses Mal sticht das Davoser Powerplay durch den immer besser in Fahrt kommenden Lemieux. Und 3,9 Sekunden vor Schluss gleicht Zadina tatsächlich noch aus. Biel zahlt für Dionicios ungeschickte Aktion einen hohen Preis. Aber es gibt doch noch ein Happy End: Im Penaltyschiessen machen die Seeländer aus einem 0:2-Rückstand ein 3:2. Hofer, der mit dem 1:1 bereits im Spiel für den Umschwung gesorgt hatte, hat das letzte Wort.
Fans: 5844.
Tore: 5. Asplund (Andersson, Stransky) 0:1. 26. Hofer (PP) 1:1. 48. Sylvegaard (Stampfli, Dionicio) 2:1. 52. Andersson (Blessing, Cajka) 3:1. 53. Lemieux (Zadina, Fora/PP) 3:2. 60. Zadina (Frick, Corvi) 3:3 (ohne Goalie).
Penaltytore: Sylvegaard, Rajala, Hofer; Ryfors, Zadina.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 38 | 45 | 81 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 38 | 29 | 69 | |
3 | Lausanne HC | 38 | 30 | 68 | |
4 | HC Lugano | 37 | 27 | 65 | |
5 | Genève-Servette HC | 38 | 4 | 65 | |
6 | ZSC Lions | 37 | 19 | 61 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 37 | -8 | 58 | |
8 | EV Zug | 36 | -7 | 56 | |
9 | SCL Tigers | 37 | 3 | 51 | |
10 | SC Bern | 37 | -11 | 47 | |
11 | EHC Biel | 37 | -16 | 46 | |
12 | EHC Kloten | 37 | -17 | 46 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 37 | -38 | 41 | |
14 | HC Ajoie | 38 | -60 | 29 |



