Nach Pass-Fiasko im Sommer
Top-Talent (18) entscheidet sich gegen die Schweiz

Tommaso De Luca (18) wird nicht für die Schweiz spielen. Der Ambri-Stürmer hat sich für sein Geburtsland Italien entschieden, nachdem es zu Problemen mit seinem Schweizer Pass gekommen ist.
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Italien statt Schweiz: Tommaso De Luca hat sich für sein Geburtsland entschieden.
Foto: Pius Koller

Die Frage, ob Tommaso De Luca für die Schweiz oder Italien spielt, stand schon seit einiger Zeit im Raum. Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Der 18-jährige Ambri-Stürmer hat sich für sein Geburtsland und gegen die Schweiz entschieden.

Eigentlich sollte es aber anders kommen. Denn De Luca wollte ursprünglich die U20-WM (26. Dezember 2023 bis 5. januar 2024) für die Schweiz bestreiten. Ihm fehlte allerdings der Pass, der noch hätte ausgestellt werden müssen. Zunächst sah auch alles vielversprechend aus, im August hätte er den Pass beantragen können. Dann kam es aber zu einer Fehlkommunikation zwischen seiner Familie und den zuständigen Behörden. Ein neuer Ausstellungstermin wäre erst im nächsten März.

Bei den Italienern freut man sich darüber, dass sich das Ambri-Talent nun für sie entschieden hat. «Tommaso ist sicher einer der besten Spieler seines Jahrgangs 2004. Deshalb freut es mich sehr, dass er sich für Italien und gegen die Schweiz entscheiden hat», sagt der italienische Nationalmannschaftsverantwortliche Stefan Zisser (43) bei «sportnews.bz».

Weniger Konkurrenz in Italien

Man habe sich stets um De Luca bemüht, aber auch respektiert, dass es sein ursprünglicher Plan war, für die Schweiz aufzulaufen. Je vier Freundschaftsspiele hat De Luca für Schweizer U19- und U20-Auswahlen absolviert.

Nun aber der Wechsel. Zisser: «Ich denke, er hat verstanden, dass sich die Geschichte mit dem Schweizer Pass weiter verzögern könnte und auch die Konkurrenz in der Schweiz grösser als in Italien ist.» Nati-Direktor Lars Weibel (49) ist bereits informiert worden, wie er gegenüber Blick bestätigt.

Für die Leventiner kommt De Luca in dieser Saison auf elf Skorerpunkte (vier Tore) in 24 Partien. Die Schweizer Nati wird aber künftig auf seine Torgefährlichkeit verzichten müssen. (che)

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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