Kloten hilft nur noch beten
Biel und Langnau müssen sich gegenseitig ins Elend stossen

Um noch in die Play-Ins zu kommen, braucht Kloten ein Wunder. Doch in der Sportgeschichte gab es schon manche irre Wende und Fälle von «Wenn sich zwei streiten, lacht der Dritte.»
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Kloten-Captain Steve Kellenberger (links) und seine Kollegen brauchen Hilfe der Konkurrenz.
Foto: Thomas Oswald/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • EHC Kloten braucht zwei Siege und Schützenhilfe für Play-Ins von Biel und Langnau.
  • In den letzten Jahren gab es im Wintersport viele «lachende Dritte»
  • Aber auch in der F1 wie beim GP von Österreich 2024, als George Russell den Sieg erbte.
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Will der EHC Kloten noch die Play-Ins erreichen, darf sich die Mannschaft von Lauri Marjamäki (48) in den verbleibenden Spielen daheim gegen Lugano und in Genf keinen Punktverlust mehr erlauben. Doch damit ist es nicht getan. Die Flieger brauchen Hilfe – von den direkten Konkurrenten. Nur wenn es beim Strich-Knüller Biel – SCL Tigers nach 60 Minuten unentschieden steht, darf Kloten noch weiterhoffen. Die beiden Klubs dürfen dann auch in der letzten Runde keinen Punkt mehr machen.

Die letzten 2 Runden

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

Die Lage ist schwierig für Kloten, aber nicht ganz hoffnungslos. Denn in der Welt des Sports gibt es Beispiele, die den Flughafenstädtern Mut machen können.

Wir beginnen beim Skicross, der dafür prädestiniert ist, dass sich regelmässig ein Dritter freuen kann, wenn zwei sich streiten. Dies erlebte auch der Schweizer Armin Niederer beim Olympia-Viertelfinal 2014 in Sotschi. Während sich die Konkurrenten beim Kampf um die Halbfinal-Plätze gegenseitig aus dem Weg räumten, fuhr der Bündner dahinter seelenruhig als Erster ins Ziel. Im Halbfinal war seine Glückssträhne jedoch vorbei.

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An den jüngsten Olympischen Spielen im Februar war der Deutsche Skicrosser Tim Hronek der Pechvogel, weil er im Halbfinal vom Schweizer Ryan Regez mit dem Arm zurückgehalten und um seine Medaillenchance gebracht wurde. Am letzten Wochenende, beim Weltcup im serbischen Kopaonik, erhielt er Wiedergutmachung. Obwohl Hronek im Final von der Strecke abkam und zunächst als DNF (did not finish) auf der Rangliste geführt wurde, bekam er im Nachgang seinen ersten Weltcupsieg zugesprochen. Der ursprüngliche Gewinner Reece Howden (Ka) wurde disqualifiziert, weil er im Kampf um den Sieg mit Florian Wilmsmann (De) durch unlautere Mittel dafür verantwortlich war, dass alle Konkurrenten abflogen.

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Nicht mit einer Gegnerin aus Fleisch und Blut, sondern mit dem Luftwiderstand kämpfte die Amerikanerin Lindsey Jacobellis auf dem Weg zum sicheren Olympiasieg im Snowboardcross 2006. Sie hatte einen derart riesigen Vorsprung herausgefahren, dass sie sich genötigt sah, beim letzten Sprung eine Showeinlage einzubauen. Das ging schief, Jacobellis stürzte und nachdem sie sich eben wieder hochgerappelt hatte, fuhr die Schweizerin Tanja Frieden an ihr vorbei und holte sich ihren legendären «Gold-Plämpu».

Plötzlich war die Bahn frei für Bradbury frei

Zum lachenden Dritten wurde an der Langlauf-WM 2017 im Sprint der Italiener Federico Pellegrino. Die Flucht nach vorne des russischen Favoriten Sergej Ustjugow schlug fehl, kurz vor dem Ziel kamen das norwegische Ausnahmetalent Johannes Hösflot Kläbo, damals gerade 20 Jahre alt, und Pellegrino wieder heran. Während sich die beiden Stars belagerten, zog Pellegrino an, enteilte und holte sich in Lahti (Fi) völlig überraschend Gold.

«Jetzt kann man alles über seine Mannschaft erfahren»
0:52
«Follow my Team» im Hockey:«Jetzt kann man alles über seine Mannschaft erfahren»

Sich belauern, kann im Sport schon mal schief gehen. Dies sollten sich vor ihrem Knaller-Duell auch Biel und die SCL Tigers vor Augen führen. Und davon kann mit Marc Hirschi auch ein anderer Berner ein Liedchen singen. Während der mit einer Topform auftrumpfende Hirschi und Belgiens Radstar Wout van Aert sich gegenseitig in Schach hielten, nutzte der Franzose Julian Alaphilippe dies für eine Solo-Attacke und wurde 2020 in Imola Strassen-Weltmeister. Van Aert blieb Silber, Hirschi Bronze.

Wie gemacht für irre Wendungen ist auch Shorttrack. Legendär ist das Beispiel der Olympischen Spielen in Salt Lake City 2002, als der Australier Steven Bradbury über 1000 Meter zurücklag und davon profitierte, dass der führende Chinese Li Jajun in der Schlusskurve stürzte und mit ihm auch seine drei Verfolger zu Fall kamen und der verblüffte Bradbury Gold erbte.

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Auch in der Formel 1 kann es vorkommen, dass sich zwei Fahrer an der Spitze gegenseitig aus dem Rennen nehmen – und ein Dritter profitiert. So wie beim Grossen Preis von Österreich 2024, als George Russell den Sieg erbte, weil Lando Norris und Max Verstappen kollidierten.

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Oder drei Jahre davor, als sich WM-Leader Verstappen und Weltmeister Lewis Hamilton beim GP von Italien abschossen und beide im Kiesbett landeten. Der lachende Dritte war damals der Australier Daniel Ricciardo, der McLaren nach neun Jahren den ersten GP-Sieg sicherte. 

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
50
67
111
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
50
46
97
3
ZSC Lions
ZSC Lions
50
31
88
4
HC Lugano
HC Lugano
50
28
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
50
4
85
6
Lausanne HC
Lausanne HC
50
18
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
50
-9
76
8
EV Zug
EV Zug
50
-15
74
9
SC Bern
SC Bern
50
-6
68
10
EHC Biel
EHC Biel
50
-23
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
50
-1
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
50
-20
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
50
-48
56
14
HC Ajoie
HC Ajoie
50
-72
40
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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