Heisse Duelle in Zug und Fribourg
Der SCB hat ein Auswärts-Problem

Zu Hause holt der SCB im Schnitt mehr als doppelt so viele Punkte wie in der Fremde. Nicht zuletzt, weil er oft passiv ans Werk ging.
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Auswärts musste sich der SCB (im Bild Joël Vermin in Zug) in acht von zehn Spielen geschlagen geben.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der SC Bern zeigt zwei Gesichter
  • Daheim begeistert der SCB mit mutigem Forechecking
  • Auswärts gingen 8 von 10 Spielen verloren
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Daheim macht der SCB seinen Fans viel Freude. In der PostFinance-Arena zeigt die Mannschaft im Vergleich zur ersten Saison unter Jussi Tapola, als die Defensive erste Priorität hatte, ein neues Gesicht. Die Gegner werden mit mörderischem Forechecking dermassen unter Druck gesetzt, dass ihnen Hören und Sehen vergeht. So wusste der Vize-Meister aus Lausanne vor der Nati-Pause nicht mehr, wie ihm geschah und kassierte eine 2:7-Packung.

20 Punkte hat der SCB in den neun Heimspielen eingefahren. Mehr haben zu Hause nur Meister ZSC (24) und Lausanne (23) geholt. Und auch bei den Heimniederlagen gegen die ZSC Lions (27:22 Schüsse aufs Tor), Biel (46:28) und Lugano (37:18) machten die Berner mächtig Dampf.

Ein anderes Gesicht zeigt der SCB auswärts. In der Fremde trat das Tapola-Team oft passiv und zaghaft, um nicht zu sagen ängstlich, auf. So brachte es bei den Niederlagen in Kloten, Rapperswil-Jona und Langnau jeweils nur ein Tor zustande und holte in zehn Spielen nur zehn Punkte und blieb nur einmal ohne Punktverlust (gegen Ajoie), womit es lediglich Platz 8 der Auswärtstabelle belegt.

Positive Grundstimmung in Gefahr?

«Wir können unseren Spielstil ein wenig variieren», sagte Tapola unlängst. «Natürlich haben wir unsere Basis. Aber abhängig vom Gegner können wir unser Spiel unterschiedlich ausrichten.» Diese Flexibilität könnte im Hinblick auf die Playoffs, auf die Tapolas Denken ausgerichtet ist, hilfreich sein.

Zuletzt zeigte der SCB auswärts immerhin eine aufsteigende Tendenz. In Zürich dominierte er den heimstarken Titelverteidiger (43:23 Torschüsse) und holte einen 0:3-Rückstand auf, bevor sich die Lions in der Verlängerung doch noch den Sieg holten. Und in Ambri (3:2 n.V.) schafften es die Berner nach davor sieben Niederlagen in Overtime und Penaltyschiessen erstmals, einen Zusatzpunkt zu holen.

Doch nun stehen zwei heisse Auswärtsspiele an, die der derzeit positiven Grundstimmung in Bern einen herben Dämpfer verpassen könnten. Am Mittwoch spielt der SCB in Zug, wo er die letzten vier Spiele verlor, und am Freitag beim Erzrivalen in Fribourg, wo Tapola noch nicht gewann. Da darf man gespannt sein, welches Gesicht das Team des Finnen zeigen wird.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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