Grenats ziehen Notbremse
Servette entlässt Meistertrainer Jan Cadieux

Trotz des 4:2-Sieges zuletzt gegen Ajoie ist Jan Cadieux von Servette entlassen worden. Der Genfer Meistertrainer wurde nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte abgesetzt. Seine Assistenten übernehmen interimistisch.
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Jan Cadieux ist seinen Job bei Servette los.
Foto: Laurent Daspres/freshfocus

Knall bei Servette: Jan Cadieux (44) ist ab sofort nicht mehr Coach an der Bande der Genfer. Dem Meistermacher von 2023 wird eine schwache erste Hälfte der Saison 2024/25 zum Verhängnis.

Dass Jan Cadieux seit einigen Wochen auf einem Schleudersitz sass, war bekannt. Der wenig überzeugende Sieg zuletzt gegen Ajoie konnte den Trainer dann auch nicht mehr retten: Sportdirektor Marc Gautschi zieht die Reissleine und entlässt am Samstag den Coach, der dem Verein immerhin den ersten Titel der Vereinsgeschichte und den Triumph in der Champions League 2024 beschert hatte. Zwar gab es die beiden erwähnten Titel. Doch unter seine Leitung fallen auch die verpassten Playoffs in den Jahren 2022 und 2024. Zudem war zuletzt hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass sich die Spieler mit seiner launischen Art immer schwerer taten. 

Mit dem Franzosen Yorik Treille (44) und dem Schweden Rikard Franzen (56) übernehmen nun interimistisch die bisherigen Assistenten von Cadieux. Franzen weilt derzeit allerdings noch als Assistenzcoach der U20-Nati an der Junioren-WM in Ottawa. Die Aufgabe ist anspruchsvoll: Mit 39 Punkten aus 29 Spielen sind die Grenats in der Tabelle abgehängt und belegen nur den zwölften Platz. Sie übernehmen aber auch einen Champions-League-Hablfinalisten, der im Januar im Schweizer Duell gegen die ZSC Lions um den neuerlichen Final-Einzug spielen wird.

Cadieux ist nach Christian Wohlwend (Ajoie), Stefan Hedlund (SCRJ Lakers) und Patrick Emond (Fribourg) bereits der vierte Trainer, der in dieser Saison vorzeitig gehen muss. Mit Hedlund, Emond und Cadieux haben drei davon im Dezember ihren Job verloren.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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