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Overtime-Krimi in Davos:So schiesst Sprunger Gottéron zum zweiten Final-Sieg

Gnadenloses Hexer-Duell
Fribourg-Stars nutzen Aeschlimanns Schwäche aus

Reto Berra überragend, Sandro Aeschlimann mit Fehlern: Die dritte Finalpartie zeigt auf, wie sehr die Torhüterleistungen den Final beeinflussen.
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Wallmark bezwingt Aeschlimann aus spitzem Winkel – der Ausgleich für Gottéron.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Fribourg gewinnt in Davos dank Sprungers Tor in der 89. Minute
  • Kritik an HCD-Goalie Aeschlimann: Gegentreffer als haltbar bewertet
  • Berra überragt mit 194 Zentimetern Körpergrösse trotz Butterfly-Stil am Mittwoch
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Am Mittwoch erzwingt Gottéron in Davos das zweite Break. Vorteil Fribourg. Und Vorteil Reto Berra. Der 39-jährige Bülacher im Fribourger Kasten hält, was er halten muss. Und als Supplement noch einiges mehr.

Auf der anderen Seite: Sandro Aeschlimann (31). Hält viel, aber nicht alles, was er halten muss. Zwei Gegentreffer aus sehr spitzem Winkel und einer, über den man zumindest diskutieren muss. Wie verhext.

Sprunger: Der Schuss, der in der ganzen Schweiz zu hören war

Der Hammer in der 89. Spielminute, ein Schuss, der in der ganzen Schweiz zu hören war. Ein Schlenzer von Gottéron-Captain Julien Sprunger (40) in den Netzhimmel. Präzise geschossen, aber aus einem sehr spitzen Winkel. Weil HCD-Goalie Sandro Aeschlimann (184 cm) zu diesem Zeitpunkt schon auf den Knien ist, bleibt oberhalb der Schultern eine kleine Lücke. Und die trifft Sprunger genau, obwohl er unter Druck blitzschnell abziehen muss. Aber hätte Aeschlimann die nahe Ecke nicht zumachen müssen? Ja. Doch weil Aeschlimann für den Butterfly-Stil (die Goalies sind meist auf den Knien und spreizen Beine und Arme vom Körper weg) eher klein ist und stets sehr früh auf die Knie geht, bleibt oberhalb der Schultern jeweils Raum für Unheil.

Ein Kunstschuss? Eher ein haltbarer Gegentreffer

Das Paradebeispiel? Lucas Wallmarks Ausgleich zum 2:2. Ein Backhand-Abschluss eines Linksschützen von rechts. Praktisch von der Torlinie aus findet Wallmark (30) auf der nahen Seite (die Goalie-Seite) die Lücke, der Puck geht über Aeschlimanns Schulter ins Netz. Haltbar? Unbedingt. Da muss Aeschlimann die nahe Seite dichtmachen. Egal, wie perfekt Wallmarks Ausführung war. Wallmark unterstreicht in dieser Szene, dass er den Stock auch zart wie einen Geigenbogen verwenden kann – falls er das will.

Fanghand hoch – da muss Aeschlimann dran sein

Das 1:0 hatte Marcus Sörensen (34) per Hocheckschuss erzielt. Ein Handgelenkschuss, der bei freier Sicht auf Aeschlimanns Fanghandseite ins Tor geht. Für den Linksschützen Sörensen war die halblinke Position vor Aeschlimann dabei nicht so optimal, dass man von einer zwingenden Torchance ausging. Haltbar? Haltbar. Auch da ist Aeschlimann früh auf den Knien und kommt mit seinem Fanghandschuh nicht mehr an die Scheibe.

Genoni mit Hybrid-Stil

Die Gottéron-Scharfschützen Sörensen, Wallmark und Sprunger haben Aeschlimanns Schwäche ausgelotet – und dann eiskalt genutzt. Spannend: Nati-Goalie Leonardo Genoni (38, 183 cm) pflegt einen Hybrid-Stil, indem er – je nach Situation – auch mal länger stehen bleibt als viele Butterfly-Keeper.

Reto Berra? Überragend

Reto Berra (39) ist für diesen Butterfly-Stil übrigens besser gerüstet: Der Meistergoalie von 2009 (HCD) misst 194 Zentimeter und kann so oben dichtmachen, selbst wenn er auf den Knien ist. Berra hält am Mittwoch überragend. Die beiden Gegentore am Mittwoch fallen nach Abschlüssen aus nächster Nähe: Beim 1:1 hat Knak genug Zeit und Raum, Berra aus nächster Nähe zu verladen. Zadinas 2:1 fällt nach einem Konter in einem Duell eins gegen eins.

Im Viertel- und Halbfinal war Aeschlimann hervorragend

In Davos will man am Mittwoch nach der Niederlage in der zweiten Verlängerung natürlich nichts von haltbaren Gegentoren wissen. Klar – der Goalie wird in der Regel nicht unter den Bus geworfen. Und Aeschlimann war am letzten Montag in Fribourg beim 3:1 hervorragend. Und: Er hatte zuvor die Duelle im Viertelfinal (gegen Leonardo Genoni) und Halbfinal (gegen Simon Hrubec) für sich entschieden.

Am Freitag werden in Fribourg wieder alle Augen auf Aeschlimann gerichtet sein.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
14
25
36
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
15
-5
24
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
6
SC Bern
SC Bern
13
5
23
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
12
HC Lugano
HC Lugano
14
-3
18
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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