Zum Eishockey-Kalender
                 
Vs
Jetzt wetten!
Sporttip Logo

Mark French auf Achterbahnfahrt
Wehe, wenn Fribourg seinen Coach ärgert!

Auf und ab. Und ab und auf. Aus Gottéron wird diese Saison niemand so richtig schlau. Nur einer glaubt zu wissen, was er von seinem Team erwarten kann: Trainer Mark French.
1/6
Fribourg-Coach Mark French will mit seinem Team die Playoffs erreichen.
Foto: Keystone
RMS_Portrait_AUTOR_409.JPG
Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Training in der FKB-Arena in Fribourg. Es dauert eine halbe Stunde, bis man den Chef 
auf dem Eis erstmals wahrnimmt. Nachdem er zuvor mit seiner Baseballkappe unauffälliger Beobachter war, erklärt Mark French seinem Team mit klangvoller Stimme vor der Taktik-Tafel, was er will. Laut und deutlich.

Dann ist er Antreiber, schreit, bläst mit Verve in die Pfeife. Und man versteht, was Captain Julien Sprunger nach der Ankunft des 
Kanadiers 2017 meinte, als er sagte: «Er ist eine ruhige Persönlichkeit, aber man spürt sofort, dass man ihn besser nicht verärgert.» Dass French Temperament hat, zeigte er, als er als Trainer des Junioren-Teams Calgary Hitmen wie von 
Sinnen vor den Augen der Schiedsrichter einen Stock an der Bande malträtierte.

Ihren Boss nicht zu verärgern, ist Sprunger und Co. nicht immer 
gelungen. So qualifizierte French den Auftritt bei der 0:3-Pleite in Rapperswil als «inakzeptabel» oder tobte, als es sein Team im Training nach dem 10:3-Sieg gegen die SCL Tigers zu lasch angehen liess.

Dinge rational betrachten

«Es ist sicher wichtig, dass die Jungs wissen, dass sie einen nicht kalt lassen. Manchmal ist es gut, Emotionen zu zeigen. Doch man muss auch schauen, dass die Emotionen das Bild nicht verzerren, und die Dinge rational betrachten», sagt French.

Auch wenn es der 48-Jährige so nicht bestätigen will, scheint er ein Team zu haben, das schnell zufrieden ist. So brachte es jeweils in den zwei Spielen nach dem Stängeli 
gegen Langnau und dem 7:2 gegen die ZSC Lions kein einziges Tor 
zustande.

Überhaupt ist die Saison für die Fribourger bisher eine Achterbahnfahrt. «Die fehlende Konstanz war bis jetzt sicher unser Problem», sagt French. Weiss wenigstens er nach bald 100 Spielen an der 
Gottéron-Bande, was er von seinem Team erwarten kann? «Ich denke schon», sagt er.

Warum warten?

Die Fribourger waren bisher dann am besten, wenn sie mit dem 
Rücken zur Wand standen – wie 
zuletzt, als gegen Servette und Davos der Playoff-Zug abzufahren drohte, Gottéron mit drei Siegen in Folge (auch in Bern gelang ein Erfolg) aber den Sprung über den Strich schaffte. «Das ist eine gute Sache. Mir müssen uns aber fragen: Warum warten wir, bis wir in eine solche Situation kommen?»

Weiss French, der vier Jahre Psychologie studierte, besser als andere, was in den Köpfen der Spieler vorgeht? «Meine 22 Jahre Erfahrung als Coach helfen mir mehr als mein Uni-Abschluss.»

Bereits im Alter von 26 Jahren wechselte er ins Trainergeschäft, Hockeyprofi war er nie. «Ich 
spielte an der Brock University und war dann da ein Jahr lang 
Assistenz-Coach. Ich wollte gerade den Master machen, da ging der Headcoach und sein Job wurde mir angeboten. Da musste ich mich entscheiden.» Bereut hat er seine Wahl nie. Er machte seinen Weg und feierte 2010 den grössten Erfolg, als er die Hershey 
Bears zum AHL-Titel führte.

In Fribourg, seiner zweiten 
Station in Europa nach Zagreb, fühlen sich French, seine Frau Kimberly, Tochter Ellie (12) und Sohn William (9) wohl. Die Familie wohnt in der Nähe des Stadions in Granges-Paccot. Der Coach kann zu Fuss ins Training. Französisch spricht er allerdings immer noch nicht. «Aber meine Kinder sprechen es fliessend.»

Kann French mitten im Stress des Strichkampfs zu Hause überhaupt abschalten? «Ehrlich gesagt: Es ist wirklich schwierig. Aber ich versuche es. Schliesslich bin ich auch ein Ehemann und ein Vater. Und das ist wichtiger. Man muss das richtig einordnen. Das macht mich auch zu einem besseren Trainer.»

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs

Lakers siegen auswärts
Harter Rückschlag für Fribourg im Playoff-Rennen

Schon wieder! Fribourg verliert erneut gegen die Lakers – und wie. Der SCRJ schenkt den Gastgebern gleich vier Buden ein.
Wellman packt den Hammer aus!
3:10
Lakers bodigen Fribourg:Wellman packt den Hammer aus!
Nicole Vandenbrouck

Fribourg – SCRJ Lakers 1:4

Das Spiel: Ein Sieg gegen den grossen SCB? Der ist nichts mehr wert, wenn man zwei Tage später gegen den SCRJ keine Chance hat. Und das im Kampf um einen Platz in den Playoffs, den Fribourg unbedingt erreichen will. Doch da sind sie wieder, die zwei Gesichter der Drachen. Ihre Aktionen sind kaum zwingend, ihre Chancen selten gefährlich. Diese Harmlosigkeit rächt sich gegen die Lakers, die nach dem schlechten Auftritt vom Freitag (2:6 gegen Biel) mit haarsträubenden individuellen Fehlern in der Abwehr offensichtlich den Neustart-Knopf gedrückt haben.

Sie spielen abgeklärter und mit jedem Tor auch weniger fahrig. Zwar sind manchmal noch Unsicherheiten zu sehen und der Spielaufbau aus der eigenen Zone gehört weiterhin nicht zu ihren Stärken. So wie die Eisreinigung nicht zu den Stärken der Fribourger Eismeister zu gehören scheint. Die zweite Pause dauert eine geschlagene Dreiviertelstunde, weil das Eis nicht ausreichend abtrocknet. Die Mannschaften werden wieder in die Kabine geschickt, der Zamboni muss nochmals raus. Dieser lange Unterbruch bekommt Gottéron besser.

Plötzlich spielen die Fribourger druckvoller und sorgen für mehr Verkehr vor SCRJ-Goalie Nyffeler. Dieser bleibt 105:40 Minuten ohne Gegentreffer gegen die Saanestädter, dann schiesst Slater das erste Tor. Das Spiel droht zu kippen, weil die Lakers dem zunehmenden Ansturm mehr schlecht als recht standhalten. Doch die Fribourger bringen keinen Treffer mehr zustande. Und sind nebst Servette die einzige Mannschaft, die in dieser Saison bereits zweimal gegen den SCRJ verloren hat.

Der Beste: Casey Wellman (SCRJ). Der Aktivposten.

Die Pflaume: Marc Abplanalp (Fribourg). Vergisst Knelsen direkt vor dem Tor, der unbedrängt zum vorentscheidenden 3:0 einschieben kann.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
█ █ █ █
0
0
0
2
█ █ █ █
0
0
0
3
█ █ █ █
0
0
0
4
█ █ █ █
0
0
0
5
█ █ █ █
0
0
0
6
█ █ █ █
0
0
0
7
█ █ █ █
0
0
0
8
█ █ █ █
0
0
0
9
█ █ █ █
0
0
0
10
█ █ █ █
0
0
0
11
█ █ █ █
0
0
0
12
█ █ █ █
0
0
0
13
█ █ █ █
0
0
0
14
█ █ █ █
0
0
0
Die letzten Spiele
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen