EVZ-Sportchef Reto Kläy
Darum machten uns Bern und die Lakers stärker

Viertel- und Halbfinal waren keine Selbstläufer für den Titelfavoriten EVZ. Bern und Rappi hartnäckigere Gegner als gedacht. Warum das gut war für die Zuger, weiss deren Sportchef Reto Kläy.
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Die Lakers stellten den Zugern, hier Grégory Hofmann, im dritten Halbfinal-Spiel ein Bein und gewannen 2:1.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Nicole Vandenbrouck

Der EVZ musste im Viertel- und Halbfinal gegen zwei Teams ran, die es bei herkömmlichem Modus nicht mal in die Playoffs geschafft hätten. Die Serien gegen Bern und die Lakers waren jedoch keine Selbstläufer für jene Mannschaft, die die Qualifikation in beeindruckender Manier dominiert hatte.

Zugs Sportchef Reto Kläy (42) sagt nach dem entscheidenden Sieg in Rappi: «Für den mentalen Prozess war es gut, dass wir etwas beissen mussten.» Damit trifft er im Hinblick auf den Final gegen Servette ins Schwarze. Denn in der Quali lief es für die meist genannten Titelfavoriten immer (zu) geschmeidig, durchbeissen mussten sie sich selten. Viele Spiele wurden mit Leichtigkeit gewonnen.

«Das ist menschlich»

Doch in den Playoffs ist alles anders. Plötzlich weicht das Selbstvertrauen einer Unsicherheit, die Entschlossenheit einem Zögern. «Es ist menschlich, dass man mal zu verkrampft ist», so Kläy, «in der Quali wurden die Spieler kaum je damit konfrontiert.» Die Folge davon: Gegen Bern musste der EV Zug im Viertelfinal über sechs Spiele, wurde zweimal mit 6:2 an die Wand geklatscht. Gegen die Lakers konnte er im Halbfinal während zwei Partien sein Spiel nicht entfalten, verlor gar eine davon. Kläy: «Jede Serie hat ihre Tücken.»

Diese Taucher seien sportlich nicht zu begründen, so Kläy, «sondern nur mental». Die Mannschaft habe jedoch nach einer inkonsequenten Leistung jedes Mal eine Reaktion gezeigt. «Darum geht es. Natürlich wäre es einfacher, man könnte einen Schalter umlegen. Doch man muss die Balance zwischen Lockerheit und Fokus finden.»

Gegen die erbarmungslos effizienten Servettiens umso mehr. Denn das Ziel der Zuger bleibt unverändert. Der Meistertitel und nur der Meistertitel.

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